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Usedom Der berühmte Meister und seine Stipendiaten
Vorpommern Usedom Der berühmte Meister und seine Stipendiaten
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12:35 24.03.2014
Insel Usedom

Schon am Sonntag um 15 Uhr in der Lieper Kirche treten Stipendiaten der Spivakov-Stiftung auf, und am Montag um 19.30 Uhr ist Vladimir Spivakov gar selbst in der Koserower Kirche erlebbar.

Spivakov ist einer der führenden Geiger und Dirigenten, nicht nur in Moskau, wo er derzeit lebt und arbeitet, sondern weltweit. In seiner russischen Heimat wird der stille und öffentlichkeitsscheue Mann auch als Wohltäter verehrt. Seine 1994 gegründete Stiftung kümmert sich um Kinder, Jugendliche und Veteranen, die ihr Leben der Kunst widmen wollen oder gewidmet haben. OZ sprach mit Stiftungsdirektorin Ekaterina Schirmann.

OZ: Die Stiftung gibt es seit 1994. Wen konkret fördert sie?

Ekaterina Schirmann:Vor allem Kinder und Jugendliche, ganz junge Musiker, Tänzer und Maler, die begabt sind, aber ohne finanzielle Unterstützung keine Chance haben würden, im Leben weiter zu kommen. Vladimir Spivakov war doch selbst nicht immer ein weltberühmter Musiker. Auch er war als unbekannter junger Geiger in den 60-er Jahren auf Hilfe angewiesen, deshalb ist er heute bereit, zu teilen. Er möchte, dass junge Menschen an Wunder glauben.

OZ: Welche Hilfe bietet die Stiftung genau?

Schirmann: In den vergangenen acht Jahren erhielten 2000 Kinder Beihilfen zu ihrem Lebensunterhalt, für ihre Ausbildung und die lebenswichtigen ärztlichen Behandlungen. Wir haben ein eigenes Gesundheitsprogramm, mit dem eine ärztliche Behandlung und gründliche medizinische Versorgung von Hunderten Kindern Rußlands und den GUS-Ländern möglich wurde. Neunzig schwierige Operationen auf dem Gebiet der Augenheilkunde, der Knochentransplantation und der Herzchirurgie sind aus den Mitteln der Stiftung finanziert worden. Wir haben Kinderkrankenhäuser mit medizinischen Apparaten und Fachpersonal ausgestattet, Rollstühle für Behinderte bezahlt. Was die Förderung der Talente angeht, haben wir bislang mehr als 800 Stipendien an Kinder und Jugendliche vergeben, wir organisieren Konzerte, Kurse und Seminare, Ausstellungen in Rußland und im Ausland.

OZ: Vor einem Jahr äußerte sich Silvi Shwall, Vorsitzender der internationalen Organisation „Ärzte ohne Grenzen“, begeistert über die Spivakov-Stiftung. Was war der Anlass?

Schirmann: Die Stiftung beteiligte sich im Frühling 2001 an einer internationalen Aktion zum Welttag des Kampfes gegen Tuberkulose, die von „Arzte ohne Grenzen“ organisiert wurde. Weil weltweit jährlich mehr als drei Millionen Menschen an Tuberkulose sterben, mehr als 80 Menschen allein täglich in Rußland und darunter viele Kinder sind, sah die Stiftung diese Aktion als Anliegen, sich mit allen Mitteln, die ihr zur Verfügung standen, daran zu beteiligen.

OZ: Ist der Auftritt der Stipendiaten der Spivakov-Stiftung am 29. September in der Lieper Kirche deren erster Auftritt im Ausland?

Schirmann: Aber nein. Die jungen Musiker sind bereits mit einem sehr großen Erfolg in Paris und London aufgetreten. Für das Usedomer Publikum bringen sie ein abwechslungsreiches Programm mit, von Peter Tschaikowskys Suite aus dem Ballett „Der Nußknacker“ bis hin zu den Werken von Alfred Schnittke und Igor Strawinsky. Und am nächsten Tag darf sich das Publikum auf einen absoluten Höhepunkt des Programms freuen, auf den Maestro Vladimir Spivakov, der als Solist in der Kirche in Koserow auftreten wird.

Interviev: LISA JACOB

Kartenvorverkauf: Stadtinformationen Wolgast, Greifswald, Usedom; Kurverwaltungen Ahlbeck, Heringsdorf, Koserow, Karlshagen; Syax-Reisebüro Ahlbeck, Reiseshop Mach Zinnowitz, Info-Point Bansin; Telefonische Vorbestellungen im Festivalbüro unter Tel.: 038378 / 34647



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