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Usedom Der erste Herbststurm fegt über Usedoms Küste
Vorpommern Usedom Der erste Herbststurm fegt über Usedoms Küste
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00:00 05.10.2016
Der Bug des Fischerbootes in Zempin ist unterspült. Fotos (3): Henrik Nitzsche

Große Wellen peitschen gegen die Pfeiler der Heringsdorfer Seebrücke. Vom breiten Sandstrand ist kaum noch etwas zu sehen. Die große Trampolinanlage steht unter Wasser, mehrere Strandkörbe auch – der erste Herbststurm hat die Insel Usedom heimgesucht.

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Strandkorbvermieter bringen Körbe rechtzeitig in Sicherheit / Bundesamt sagt für heute höchsten Wasserstand voraus

So mancher Strandkorbvermieter musste eine Nachtschicht einlegen, um sein Hab und Gut in Sicherheit zu bringen. Dramatisch wurde es am Montagabend am Heringsdorfer Strand. Mit dem XXL-Feuerwerk kam der Sturm. „Wir hatten zwar schon Hochwasser, doch gegen 19 Uhr frischte der Wind gewaltig auf. Der Musikwagen stand unter Wasser, einige Zelte auch“, berichtet Strandkorbvermieter Jens Erdmann. Auf die Sturm-Vorhersagen hatte er mit seinem Team aber vor Festbeginn bereits reagiert, Wagen und Zelte in Richtung Düne versetzt. Rund 100 Strandkörbe hatten die „Erdmänner“ noch am Montag vom Strand geholt. „Jetzt haben wir noch etwa 50 unten, die in dieser Woche ins Winterquartier kommen“, sagt Erdmann.

Sein Zinnowitzer Kollege Mayk Borchardt war ebenfalls in der Nacht am Strand. „Aber nur um zu schauen, ob es sich bewahrheitet hat.“ Denn Borchardt hatte die rund 200 Strandkörbe, die er an zwei Abschnitte im Ostseebad vermietet, bereits ins Winterlager gebracht. „So mancher Gast war zwar verärgert, dass wir über das lange Wochenende keine Körbe mehr am Strand hatten. Das Risiko war mir aber zu groß“, so der Zinnowitzer.

Eine Zusatzschicht musste gestern auch Strandkorbvermieter Andreas Iden einlegen. Seine Verkaufshütte am Heringsdorfer Fischerstrand musste gesichert werden. „Ich wollte eigentlich noch die Herbstferien mitnehmen, doch morgen soll es noch schlimmer werden“, sagt der Gothener. Deshalb baute er gestern mit seinem Team auch die Terrasse ab. Die zehn verbliebenen Strandkörbe sollen auch verschwinden. „Dann ist die Saison für uns gelaufen“, so Iden.

Für heute sagt das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) den höchsten Wasserstand für Usedom voraus. Lag der Wasserstand gestern noch bei rund 60 Zentimeter über dem mittleren Wert, so kündigt Bärbel Weidig vom BSH Rostock für heute mit dem stärker werdenden Nordost-Wind einen Wasserstand von knapp einem Meter über normal an. „Wir erwarten für die Ostseeküste eine Windstärke von 7 bis 8, in Böen kann es auch 9 bis 10 werden.“ Bei einem Wasserstand von einem Meter über Normal gibt das BSH eine Sturmflutwarnung heraus.

Damit dürfte der Abbau der LED-Wand neben der Heringsdorfer Seebrücke wieder verschoben werden. „Bei dem Wasserstand bekommen wir das nicht hin“, sagt Mike Golon vom Eigenbetrieb der Kaiserbäder.

Zurückgebaut wurde gestern aber die Plattform für den behindertengerechten Zugang an der Heringsdorfer Sternwarte.

Henrik Nitzsche

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