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Usedom Deutlich weniger Buchungen: Touristiker hoffen auf Sonne
Vorpommern Usedom Deutlich weniger Buchungen: Touristiker hoffen auf Sonne
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18:56 05.05.2018
Die Fahrgäste der „Adler XI“ wurden gestern von der Sonne verwöhnt. In den nächsten Tagen soll es sonnig bleiben. Quelle: Foto: Hannes Ewert

Sebastian Ader, Vorsitzender des Tourismusverbandes und Geschäftsführer des Hotels zur Post in Bansin, schaut jeden Tag voller Erwartung zum Himmel.

Es sind mehrere Faktoren, die zum Rückgang führen. Zum Beispiel das Wetter oder das A-20-Loch. Sebastian Ader Vorsitzender Tourismusverband Insel Usedom

„Ich hoffe auf viel Sonne im Sommer, damit die Kurzentschlossenen Urlauber an die Küste kommen“, sagt er. Denn: In diesem Jahr haben er und weitere Hotels auf der Insel bereits einen Vorbuchungsrückstand für die Sommermonate von 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. „Man kann nur hoffen, dass die Buchungen noch kommen, sonst haben wir hier ein Problem auf der Insel“, sagt er. Als Gründe führt er die Erholung krisengeschüttelter Urlaubsregionen wie die Türkei und das wechselhafte Wetter der vergangenen Sommer an. „Urlaub im Ausland ist oft günstiger und sonnensicherer“, sagt er.

„Die klassischen Familien buchen ihren Jahresurlaub spätestens im Frühjahr oder sogar schon im Winter. Im Frühsommer ist meist schon alles entschieden“, erklärt Ader. Er hofft nun auf viele Spontanurlauber. „Mit Kurzreisen kann man theoretisch mehr Geld pro Nacht verdienen, da es keine Frühbucherrabatte oder Ähnliches gibt. Wird das Wetter gut, könnten wir den Rückstand noch aufholen.

Ich glaube es allerdings nicht – 20 Prozent sind eine ganze Menge“, sagt er. Sebastian Ader steht mit dem Problem nicht alleine da. „Viele Destinationen an der Ostseeküste in Mecklenburg-Vorpommern hadern derzeit mit dem schlechten Vorbuchungsstand“, sagt er. Das hat er von Kollegen aus der Branche erfahren.

Auch Michael Raffelt von der „Hanse Kogge“ in Koserow weiß um das diesjährige Buchungsdilemma. „Einen Grund zum Jubeln haben wir im Moment nicht“, sagt er. „Ostern war in diesem Jahr leider sehr früh, der April war danach sehr durchwachsen“, berichtet er. Auch zu Pfingsten und Himmelfahrt, wo normalerweise etliche Urlauber das verlängerte Wochenende nutzen, gibt es noch freie Kapazitäten.

Raffelt hofft, dass sich die Lage noch normalisiert.

„Ja, derzeit gibt es einen kleinen Buchungsknick“, bestätigt auch Frank Römer vom Hotel Seeklause in Trassenheide. „Konkurrenz bekommen wir derzeit von den Kreuzfahrtschiffen. Dort erlebt man für 100 Euro am Tag Vollpension, fast jeden Tag eine andere Stadt und ist am Meer“, sagt er. Auf Usedom bekommt man in Wassernähe für 200 Euro einen Urlaubstag mit allem Drum und Dran“, erklärt er. Angst vor leeren Fluren und Zimmern in der Hochsaison hat er allerdings nicht. „Die Leute wissen mittlerweile, dass sie immernoch ein Zimmer kriegen. Und meist gibt es für Kurzentschlossene noch gute Angebote, da die Zimmerpreise sinken“, erklärt er. Hinzu kommt, dass viele Ferienwohnungen und kleinere Unterkünfte nun auch bei Vermittlungsportalen wie Booking.com oder HRS angemeldet sind. „Da schauen die Urlauber natürlich immer auf den niedrigsten Preis“, sagt er.

Auch in der Buchungszentrale der Usedom Tourismus GmbH bestätigt sich der Trend. „Bei den Vorbuchungen für die Sommerurlaube gibt es einen leichten Rückgang“, sagt Sprecherin Karina Schulz. „Für die kommenden Tage wurde gutes Wetter angesagt, hoffentlich bleibt es so.“

Hannes Ewert

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