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Usedom Die Allerbesten werden Mediziner
Vorpommern Usedom Die Allerbesten werden Mediziner
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00:00 11.07.2016

Das Wolgaster Runge-Gymnasium und die Europaschule in Ahlbeck schicken im Spätsommer diesen Jahres 61 beziehungsweise 24 Achtzehnjährige auf einen neuen Lebensabschnitt. Am Samstag bekamen sie in der Sporthalle des Wolgaster Gymnasiums bzw. im Heringsdorfer Maritim-Hotel mit den Abiturzeugnissen die schriftlichen Legitimationen für den Start ins Leben. Oder, wie Karola Ücker in Heringsdorf in ihren Dankesworten an Lehrer und Eltern sagte, das nötige Papier, um etwas aus ihrem Leben zu machen: „Manche wissen genau, was sie wollen, gehen ins Ausland, lernen einen Beruf oder studieren. Andere von uns suchen noch nach den richtigen Fragen des Lebens.“

Zwei junge Frauen haben seit geraumer Zeit feste Ziele. Jessica Behn aus Karlshagen und Josephine Marie Jacoby aus Ahlbeck (beide 18) haben ihr Abitur mit einer glatten 1,0 abgeschlossen und wollen nun Medizin studieren. Beide zieht es an die Uni nach Greifswald.

Bevor Abiturienten, Lehrer und Eltern es am Abend in der Mensa der Greifswalder Uni und im Maritim-Hotel beim gut vorbereiteten Ball so richtig krachen ließen, nahmen sie während der Feierstunden würdig Abschied voneinander und ließen es gegenseitig nicht an Dankesworten fehlen.

Vor allem dem Wolgaster Schulleiter Kai-Uwe Roggow, der sich in seiner Abschiedsrede einfühlsam am John Lennon-Song „Imagine“ entlanghangelte und immer wieder auf Englisch „Du wirst vielleicht sagen, ich sei ein Träumer, aber, ich bin nicht der einzige“ einfügte, war Wehmut anzumerken. Roggow gab dann auch unumwunden zu, dem Abgangsjahrgang 2016 besonders verbunden zu sein, weil er gleichzeitig mit ihm in die Schule eingetreten war. Im Hinblick auf die vielen guten Zensuren und den Abi-Leistungsdurchschnitt von 2,21 sagte er, dass er große Hoffnungen in die Abgänger hege: „Auf Euch warten große Herausforderungen, viele interessante Aufgaben und ein lohnendes Ziel.“

Auch Jürgen Räsch, Schulleiter der Europaschule, verabschiedete sich am Samstag von einem „kreativ-schöpferischen Jahrgang“, der das Abi mit einem Durchschnitt von 2,32 abschloss. Räsch verglich ihn mit einem Oxymoron, einer rhetorischen Figur mit sich gegenseitig ausschließenden Begriffen und bemühte zum besseren Verständnis das Gedicht eines Unbekannten „Dunkel war’s , der Mond schien helle...“, was wohl auch darauf hindeuten sollte, dass nicht alle den Abschluss geschafft haben.

Interessanterweise war beim Rückblick von Lehren und Abiturienten sowohl in Heringsdorf als auch in Wolgast von „viel zu schwere Zuckertüten“ die Rede. Möglicherweise ein Hinweis darauf, dass damit falsche Erwartungen geweckt wurden.

Denn ein Zuckerschlecken war die Schulzeit nicht. Jedenfalls nicht nur. Oder, wie Albert Schulze sagte: „Es war nicht alles schlecht.“

Angelika Gutsche

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