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Usedom „Die Auftraggeber und Täter leben im Dorf“
Vorpommern Usedom „Die Auftraggeber und Täter leben im Dorf“
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00:00 08.03.2013
Da waren doch so viele Fußspuren am Haus, die müssen zuzuordnen sein.Hiltraud Wessel, Bürgermeisterin
Lütow

Bürgermeisterin Hiltraud Wessel ist erbost darüber, dass die Polizei den jüngsten Anschlag gegen ihr Wohnhaus als „mit großer Wahrscheinlichkeit nicht politisch motiviert“

bewertet.

Wie berichtet, waren Unbekannte zwischen dem 25. Februar 17.30 Uhr und dem 26. Februar 6.50 Uhr gewaltsam in das Haus eingedrungen, in dem die Lütower Bürgermeisterin mit ihrem Ehemann lebt, und hatten mehrere Räume verwüstet. Wie sich später herausstellte, wurde dabei Bargeld entwendet. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Eindringlinge es in erster Linie auf Wertgegenstände abgesehen hatten. Am Tatort stand so viel herum, was sie leicht hätten zu Geld machen können. Alles blieb stehen“, sagt Hiltraud Wessel kurz nach der Rückkehr aus dem Krankenhaus. Statt Wertvolles zu stehlen, hätten sich die Täter genüsslich an dem vergangen, was eindeutig der Frau des Hauses zuzuordnen gewesen sei, Fotografien und Dokumente der Bürgermeisterin zerrissen und die Küche verwüstet. „Die ist ja nun wahrlich nicht meinem Mann zuzuordnen“, sagt Hiltraud Wessel. Wie berichtet, war ihr Haus vor zweieinhalb Jahren schon einmal Ziel eines Anschlags. Damals wurde die Fassade mit stark nach Benzin riechendem, schwarzen Kaltanstrich beschmiert. Von der Einsicht, dass dieser Anschlag ihrem Amt galt, zeugt, dass Wessels keinen Sinn darin sahen, die Spuren zu beseitigen, solange die Frau noch Bürgermeisterin in Lütow ist. „Bis heute ist unklar, wer das Haus beschmierte. Ich möchte die Polizei ermutigen, in unserer Gemeinde intensiv nach den Auftraggebern und Tätern zu suchen.“ Für Hiltraud Wessel, der es zum Zeitpunkt des Anschlags gesundheitlich sehr schlecht ging, steht fest, dass diese von ihrer baldigen Rückkehr aus dem Krankenhaus wussten und den jüngsten Anschlag noch schnell vor ihrer Rückkehr verübten: „Da waren so viele Fußspuren vor dem Haus. Auftraggeber und Täter leben hier.“ ag

OZ

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