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Usedom Die Eisenbahn zieht in den Bahnhof
Vorpommern Usedom Die Eisenbahn zieht in den Bahnhof
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00:00 14.07.2016
Viel Bahn gibt es im Zinnowitzer Museum bislang noch nicht. Klaus Knapp mit den beiden Waggons aus Blech. Fotos (2): Henrik Nitzsche

Bei einem Museum im Bahnhof erwartet man einen alten Fahrkartenschalter mit Gepäckabfertigung, viele Eisenbahnuniformen oder Gegenstände des Fahrdienstleiters.

Das Heimatmuseum in Zinnowitz wird um eine große Ausstellung erweitert / UBB saniert weitere Räume

Sieben Jahre Museum

2009 eröffnete die Historische Gesellschaft zu Zinnowitz das Museum im Bahnhofsgebäude des Ostseebades.Öffnungszeiten: Montag bis Freitag, 10 bis 12 und 13 bis 17 Uhr, Samstag und Sonntag 14 bis 17 Uhr

Ein Signal dürfte auch dabei sein.

In Zinnowitz ist das anders. Die Ausstellung im Bahnhof widmet sich der Ortsgeschichte und beleuchtet Themen, wie die Fischer, Seebadentwicklung, Seenotretter, das alte Dorf, die Marine oder die DDR-Zeit. Eisenbahnfreunde kommen hier weniger auf ihre Kosten.

Bislang. Denn jetzt plant der Betreiber des Museums, die Historische Gesellschaft, eine Vergrößerung der Ausstellungsfläche. „Das Heimat-Museum wird um eine große Eisenbahnschau erweitert. Im Frühherbst soll es so weit sein“, kündigt Klaus Knapp, Mitglied der Historischen Gesellschaft, an. Das Museum werde um rund 150 Quadratmeter wachsen, so dass es dann knapp 300 Quadratmeter sind.

„Möglich gemacht hat das die gute Zusammenarbeit mit dem Vermieter, der Usedomer Bäderbahn. Die ehemalige Bahnhofsgaststätte wird gegenwärtig saniert. Wenn die Räume fertig sind, wollen wir die Bahn-Ausstellung der UBB von Heringsdorf nach Zinnowitz bringen. Hier sollte möglichst ein Modell des Zinnowitzer Bahnhofs in der Zeit um 1940 stehen“, sagt die Vorsitzende der Historiker, Ute Spohler. Dann gibt es im Museum am Bahnhof beispielsweise einen Fahrkartendrucker, Uniformen, einen alten Safe des damaligen Dienstvorstehers oder einen Fernschreiber. Und eine Märklin-Modelleisenbahn der Spur H0, die ein Peenemünder den Zinnowitzern vermacht. „Um ein altes Hebelwerk für die Bedienung der Weichen bemühen wir uns auch. Da können die Besucher selbst Hand anlegen und sehen, wie das mit den mechanischen Drahtzügen funktionierte“, so Knapp, der seit zehn Jahren mit seiner Frau im Ostseebad lebt. Der einstige leitende Angestellte bei Siemens kümmert sich bei der Historischen Gesellschaft um die Homepage, die Öffentlichkeitsarbeit und um solche Projekte, wie die jetzige Erweiterung. Die auch Platz schafft für ein kleines Archiv und einen Lese- und Arbeitsraum. „Die Marine- und Seenotretter-Abteilung des Museums erhält einen eigenen Ausstellungsraum. Hier wird auch die ehemalige Wanderausstellung über die Reederei Bräunlich Stettin ihren festen Standort erhalten“, kündigt Ute Spohler an. Weil der rund 20-köpfige Verein die täglichen Öffnungszeiten absichern muss und die Arbeit ehrenamtlich leistet, wird Verstärkung gesucht. „Wir haben schon ehemalige Bahn-Mitarbeiter gefunden, die ihre Hilfe angeboten haben. Nun suchen wir noch einen, der uns beim Betreiben der Ausstellung, insbesondere der Modellbahn unterstützt.

Technikbegeisterte und handwerkliche Helfer nehmen wir auch gerne“, sagt Knapp. Bislang habe der Verein auf einen Ein-Euro-Jobber setzen können. „Den aber zu bekommen, wird immer schwieriger.

Vielleicht bekommen wir Hilfe über den Bundesfreiwilligendienst.“

Wer der Gesellschaft helfen will, kann sich unter ☎ 01 62 / 4 255 000 oder vorstand@heimatmuseum-zinnowitz.de melden.

Henrik Nitzsche

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