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Usedom „Die Inselknirpse sind meine erste Wahl“
Vorpommern Usedom „Die Inselknirpse sind meine erste Wahl“
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00:00 02.07.2016

In vielen Niederlagen steckt eine Chance! Als vermeintliche Niederlage sah es Ines Labahn (48) zunächst an, dass sie einst aus Kindermangel als ausgebildete Erzieherin entlassen werden musste. Die Chance, ihr berufliches Leben in eigene Hände zu nehmen und die erste Tagesmutti der Insel Usedom zu werden, ließ sie sich nicht entgehen.

Das ist jetzt 20 Jahre her. Seitdem hat die Ückeritzerin 39 Kinder betreut und alle größeren Jubiläen ihrer Mini-Kita stolz aber bescheiden gefeiert. Bei der gestrigen Feier zum 20.

Geburtstag musste die 48-Jährige allerdings alle Bescheidenheit ablegen. Diesmal war sie der Mittelpunkt. Zu groß war die Resonanz auf die Einladung an die Eltern und „ihre“ Kinder, von denen die ältesten schon erwachsen sind. Die Zahl hätten den kleinen Kindergarten der „Inselknirpse“, bei dessen Namensgebung die OZ Pate stand, aus allen Nähten platzen lassen. „Diese Resonanz hätte ich nie erwartet, aber sie ist eine schöne Anerkennung für mich. Da kann ich ja nicht viel falsch gemacht haben“, sagte Ines Labahn bescheiden.

Für die gestrige Feier hatte sie extra Urlaub genommen, tagelang Dekoration gebastelt und Bilder von allen Inselknirpsen der 20 Jahre zusammengestellt. Dass Hallenwart Richard Dulke (20) eines ihrer ersten Kinder war und sie jetzt unterstützte, sah sie als besonders glückliche Fügung an. „Ich war ja noch sehr klein, hatte aber bei Ines immer ein gutes Gefühl. Sie versteht ihr Fach, betreut und fördert die Kinder individuell – sollte ich selbst einmal Kinder haben und in Ückeritz eine Betreuung für sie suchen, wäre Ines für mich die allererste Wahl.“ Umgekehrt freut sich die Erzieherin darüber, dass sie die Entwicklung der in Ückeritz wohnen gebliebenen Kinder beobachten und sich an deren Erfolgen erfreuen kann.

In Anbetracht der fröhlichen Feierrunde gestern Nachmittag in der Ostseehalle mit Kindern, Jugendlichen und Eltern erübrigte sich eigentlich die Frage an die Tagesmutti, ob sie ihren Mut zur beruflichen Selbstständigkeit jemals bereute. „Allen Eltern kann man es wohl nie recht machen. Damit muss man leben. Ich denke, ich kann im wesentlichen weitermachen wie bisher. Mir fällt gerade nichts ein, was ich ändern soll.“

Weitermachen – das heißt für Ines Labahn weiter täglich für vier Inselknirpse im Alter von null bis drei Jahren zu sorgen, für diese ein abwechslungsreiches Tagesprogramm anzubieten und sich daneben 25 Stunden pro Jahr weiterzubilden. Dabei hilft ihr die Zusammenarbeit mit der Usedomer Tagesmutti Monique Jaster. Die Inhaberin der „Usedomer Holzwürmer“ hatte sie bei einer Weiterbildung kennengelernt. Die gegenseitigen Besuche ihrer Kinder bereichern deren Alltag. „Vor allem wenn es ums Feiern geht, wie zu Ostern oder zum Fasching, ist es in einer größeren Gruppe einfach spannender für die Kleinen“, sagt Ines Labahn. Bei der Party gestern war auch Monique Jaster unter den Gästen, die in der Ostseehalle einen fröhlichen Geburtstag feierten.

Angelika Gutsche

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