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Die richtige Streitkultur als Lebensaufgabe

Trassenheide Die richtige Streitkultur als Lebensaufgabe

Beim Frauenfrühstückstreffen gab Maria Kaißling Inspiration für lösungsorientierte Wortgefechte

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Die Frauen freuten sich über ein ausgedehntes Frühstück, Musik, Bastelrosen und viele kluge Hinweise bei Auseinandersetzungen in der Familie.

Quelle: Foto: Rother

Trassenheide. Mit streitbarer Materie punktete das Team „Frühstückstreffen für Frauen“ am Samstagvormittag im prall gefüllten Saal der Trassenheider „Seeklause“.

Harmonisch, mittels hübscher Bastelrosen als Zeichen der Wertschätzung und des Angenommenseins und einem Sketch über Konflikt auslösende Wankelmütigkeit in das beliebte Halbjahresevent eingeführt, genossen die Besucherinnen neben dem liebevoll angerichteten Frühstück zunächst eine Auswahl kurzer Musikstücke von Menuett bis Tanz. Vorgetragen wurden diese von dem süßen Vater-Tochter-Cello-Duett Dr. Tilman und Josefine Beyrich. Der abschließende Tango ließ schließlich kämpferische Töne verlauten, die auf das Thema „Streiten aber richtig!“ hinwiesen. Mit viel Verständnis für individuelle Standpunkte referierte die Wahlgreifswalderin Maria Kaißling zu ganz verschieden Auseinandersetzungen im gesellschaftlichen Miteinander. Sie tat es überzeugend und ohne die eigene Person dabei auszuklammern. Fazit: Vermeidbar ist er leider nicht, schließlich soll er Situationen klären, der Streit.

Nach langjähriger Tätigkeit in der Konfliktberatung offenbarte die Neunundsechzigjährige einen wahren Fundus an Wortkriegspotential. Dessen Facettenreichtum zauberte den 18 bis 80 Jahre alten Damen zuweilen ein verständnisvolles Lächeln in die Gesichter.

Mit „Ja, das ist witzig, aber nur hinterher!“ machte Maria Kaißling deutlich, wie schwer es oft sein kann, die Unterschiedlichkeit der Standpunkte als Geschenk zu betrachten. Schließlich seien die Ursachen für zynische Kommentare, verletzende Worte und kränkende Gesten zumeist in der prägenden Familienkultur zu finden, in der häufig auch der Streit ausgetragen wird. Gegensätzliche Betrachtungen, beispielsweise zu persönlichen Lebensstilen, von klarer Ordnungsliebe bis kreativem Chaos, sind zumeist die Auslöser.

Verschiedene Blickpunkte für die Lösung von Wortgefechten zu geben, fiel der Referentin nicht schwer. Immer unter dem Ziel, dass ein Streit fruchtbar wird, statt furchtbar zu enden.

Beate Rother

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