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Usedom Dirk Miedke lässt Stufen aus der Betonwand wachsen
Vorpommern Usedom Dirk Miedke lässt Stufen aus der Betonwand wachsen
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00:00 20.04.2013
Dirk und Katrin Miedke auf den Stufen ihrer Treppenausstellung am Produktionsort. Quelle: Angelika Gutsche
Sauzin

Eine Treppe ist für viele ganz schlicht eine Option, nach oben zu gelangen. Doch es gibt auch Leute, die an stilvollen Stufen an zentralem Platz in ihrem Haus ihren exklusiven Geschmack ausleben. Irgendwie zwischen diesen Ansprüchen für das Auf und Ab in meist privaten Häusern setzt Dirk Miedke (49) sein handwerkliches Geschick als Treppenbauer um.

Seit der Wolgaster 1992 seine Firma nach Sauzin verlagerte, ging es auch in seinem eigenen Unternehmen auf und ab. Mitten im Umbau der alten Lagerhalle zur neuen Werkstatt meldete wider gegenteiliger Versicherungen der Behörden doch noch ein Alteigentümer Anspruch auf das Gebäude an. „Wären wir damals nicht schon als Eigentümer ins Grundbuch eingetragen gewesen, hätte alles auf der Kippe gestanden“, erinnert sich Katrin Miedke 47) an eine der brenzligen Situationen für das Familienunternehmen, für das die Wirtschaftskauffrau die Buchhaltung führt.

Das alles ist einige tausend Treppen her. Inzwischen steigt man entlang der Ostseeküste auf Rügen, dem Darß und natürlich auf Usedom und Umgebung über viele verschiedene Miedke-Treppen — allesamt nach EU-Vorschriften ce-zertifiziert. Dass auch Hamburger und Berliner in ihren Häusern über Sauziner Stufen gehen, ist zufriedenen Altkunden in der Region zu verdanken. „Wenn die Kinder in der Fremde eigene Häuser bauen, verlassen sie sich gern auf positive Erfahrungen ihrer Eltern“, haben Miedkes ererbtes Vertrauen erfahren.

Soweit es geht, wird jedes Objekt in der Sauziner Werkstatt produziert und auf den Baustellen lediglich montiert. „Von der einfachsten Konstruktion bis zum Designerobjekt, bei dem Holzstufen scheinbar aus einer Betonwand wachsen, ist jede Treppe ein Unikat“, verspricht Miedke, „... die machbare Mischung aus dem Geschmack des Bauherren, der geltenden Vorschriften und der Erfahrung des Treppenbauers.“

Der Kundengeschmack hat sich stark gewandelt. „Anfangs wollten die Leute oft Holztreppen, heute stehen sie mehr auf Kombinationen aus Glas, Edelstahl und Holz“, sagt der Zimmermann, dessen Werkstatt in Zeiten des allgemeinen Baubooms 14 Leute beschäftigte. Heute reichen die Aufträge noch für fünf Arbeitskräfte, den Geschäftsführer eingeschlossen: „Sich ständig neu am Markt zu orientieren, kostet Kraft.“ Fachlich hilfreich sei dabei die Einbindung in das Treppenmeister-Portal. Die größte menschliche Unterstützung erhielt das Unternehmen durch die Familien der Eheleute, die gerade in zweifacher Hinsicht auf Jubiläen zusteuern: Familiär wird demnächst — unternehmerisch 2014 Silberhochzeit gefeiert.

Dass die Eheleute gleich am Produktionsstandort wohnen, hat sich in all den Jahren bewährt. Vor allem hat es Zeit gespart. Nur dass bei Sohn Erik durch die Nähe zur Werkstatt spielerisch auch die Liebe zum Holzhandwerk funkte, hat nicht funktioniert. Der 24-Jährige studiert Maschinenbau in Hamburg.

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Der Geschmack der Kunden hat sich in 24 Jahren sehr stark gewandelt.“Dirk Miedke,

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