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Usedom Dorfidylle rund um den See
Vorpommern Usedom Dorfidylle rund um den See
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03:46 31.08.2013
Tagesmutti Ines Reifschläger ist mit den ihr anvertrauten Kindern Lennox, Anna und Mara (v.l.) gern am See. Fotos (4): Stefan Brümmer

Das Dorf, das zur Gemeinde Zemitz gehört, ist ruckzuck durchfahren. Nur hinter dem Ortsausgangsschild deutet ein sumpfiges Gelände, das im letzten Regenjahr die Straße absacken ließ, auf einen See hin. Der liegt traumhaft von altem Mischwald umsäumt zwar am Dorfrand, ist aber trotzdem so etwas wie der Mittelpunkt von Hohensee.

„Die Kinder sind gerne hier am Wasser“, sagt Ines Reifschläger. „Auch im Herbst und im Winter.“ Die gelernte Verkäuferin arbeitet schon seit sieben Jahren als Tagesmutti. Vier Kinder betreut sie zurzeit. Dienstag war sie mit Mara (1), Lennox (2) und Anna (3) am Strand des Sees. Nur der kleine Alex (2) fehlte. „Der muss erst wieder gesund werden.“

Ines Reifschläger kocht noch selbst das Mittagessen für die Kleinen. Das Gemüse kommt aus dem eigenen Garten und die Eier vom Hühnerhof. Auch der Kuchen am Nachmittag ist selbstgemacht. „Die Kinder wissen schließlich, was schmeckt.“ Einmal im Jahr wird von den Reifschlägers ein Kinderfest organisiert. Daran kann teilnehmen, wer möchte. Kinderspiele, Fußballturnier, Hüpfburg, Kuchen und Bratwurst — das kommt an im Dorf.

Ines Reifschläger ist aber nicht die einzige Tagesmutti im Ort. Elke Kohlhoff, sie wohnt direkt am See, betreut in der Tagespflege auch vier Kinder. Ihr Mann, Detlef Kohlhoff, gehört zu den Bewohnern, die Touristen beherbergen. Ein halbes Dutzend Familien im Dorf vermieten Ferienwohnungen. Kohlhoffs Gäste haben einen traumhaften Blick auf den See. „Zu uns kommen Urlauber, die die Ruhe lieben“, sagt er. Sein „Haus am See“ bietet dafür die besten Voraussetzungen. Detlef Kohlhoffs Vater Otto und Großvater Hermann waren noch in der Alten Schmiede aktiv. „Damals wurden dort die Pferde beschlagen und das traditionelle Schmiedehandwerk gepflegt“, weiß der Schlosser. Doch das ist vorbei. Das Gebäude ist jetzt ganz schick saniert worden, und damit ist der Rauch der Esse wohl für immer verflogen.

Ein paar Steinwürfe weit von ihm entfernt wohnt Hans-Jürgen Mehnert. Auf seinem Hof schnattern die Enten, kräht der Hahn und bellt der Riesenschnauzer, der dafür sorgen soll, dass der Fuchs nicht die Hühner stiehlt.

Mehnert ist begeisterter Angler und im Vorstand der „Königsfischer“ e.V. Das sind etwa 60 aktive Angler, die neben dem Hohensee auch den Pulower See, den Berliner bei Lassan und zwei weitere Seen im Lassaner Winkel gepachtet haben. „Seinen“ Hohensee kennt er aus dem Effeff. Er weiß um den Biber im See, den pfeilschnellen Eisvogel, er hat die jungen Seeadler beim Fischen beobachtet und so manchen Hecht aus dem Wasser gezogen. Der Fischbestand hat sich nach dem Horror-Eis-Winter 2010 wieder erholt. Damals verendeten 100 Hechte, 150 Karpfen, ebenso viele Schleie und weitere Weißfische, weil der dicke Eispanzer einfach zu stark war.

Der Vorstand der „Königsfischer“ schätzt, dass damals die Hälfte des Fischbestandes im 14 Meter tiefen und etwa zehn Fußballfelder großen Pachtgewässer erstickte. „Die Natur ist robust“, so Mehnerts Meinung zu diesem Thema: „Nach einer Sterbe- folgt wieder eine Blütezeit.“

Stefan Brümmer

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