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Usedom EU-Förderung für besonderes Jägerdomizil
Vorpommern Usedom EU-Förderung für besonderes Jägerdomizil
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01:32 05.05.2018
Berit Müller vom Leader-Regionalmanagement der lokalen Aktionsgruppe „Vorpommersche Küste“ und Philipp Kowolik, Geschäftsführer der Peeneland Agrar GmbH Hohendorf, am Hirschhof nahe Zarnitz. Quelle: Foto: Tom Schröter
Zarnitz/Hohendorf

Noch 2018 soll nach dem Willen der Initiatoren mit der Herrichtung des Jäger-Erholungsdomizils auf dem „Hirschhof“ am Waldrand unweit von Zarnitz begonnen werden. „Zurzeit befindet sich das Projekt in der Genehmigungsphase. 44 Behörden müssen als Träger öffentlicher Belange ihre Stellungnahme zu den Plänen abgeben“, berichtet Philipp Kowolik, Geschäftsführer der Peeneland Agrar GmbH Hohendorf. Wie berichtet, sehen die Planungen den Bau von Ferienwohnungen für Jagdtouristen und -gäste aus Deutschland und Österreich vor, die im etwa 4500 Hektar umfassenden naturnahen Revier südlich des Peenestroms zwischen Schalense und Klotzow auf die Pirsch gehen. Als Gastgeber fungiert die Jagen am Peenestrom GbR mit Sitz in Zemitz, vertreten durch Philipp Kowolik und René Würfel, zu der momentan zwölf einheimische Jäger gehören.

„Aus den mit dem Jagdtourismus erzielten Einnahmen sollen unter anderem die Jagdpacht, der Hochsitzbau, die Beiträge in die Wildschadensausgleichskasse und Projekte mit Kindern finanziert werden“, erklärt Kowolik. Im vorhandenen Gebäudebestand, der einst zu einer Anlage zur Schweinehaltung gehörte, solle eine Werkstatt eingerichtet werden, in der Kinder unter anderem Nistkästen für Vögel und Fledermäuse herstellen. Außerdem soll die Werkstatt Ausgangspunkt für Lehrausflüge in den angrenzenden Wald sein.

Erst in dieser Woche hatte die GbR Schüler der freien Grundschule aus Klein Jasedow zu Gast. René Würfel führte die Mädchen und Jungen nahe Zarnitz durch das Waldgebiet, zeigte ihnen Dachs- und Fuchsbauten und erläuterte die Lebensweise verschiedener einheimischer Tiere. Auch Berit Müller vom Leader-Regionalmanagement der Lokalen Aktionsgruppe „Vorpommersche Küste“ mischte sich unter die wissbegierige Schar. Von den 450000 Euro, die für die Umsetzung der erwähnten Pläne erforderlich sind, sollen 200000 Euro über das EU-Förderprogramm Leader finanziert werden.

Kowolik plant darüber hinaus, ein früheres Futterhaus zu einer Metzgerei umzubauen. „Hier können die Jagdtouristen ihr Wild verarbeiten. Außerdem sollen hier die von der Peeneland Agrar GmbH gehaltenen Biorinder in Eigenregie geschlachtet werden.“ Die Finanzierung der Metzgerei sei unterdessen noch nicht geklärt.

Tom Schröter

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