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Ehrenamtlich 10 000 Kilometer für die Kinder unterwegs

Heringsdorf Ehrenamtlich 10 000 Kilometer für die Kinder unterwegs

REV-Vorsitzender Ronald Richter (45) steht seit seiner Kindheit regelmäßig auf dem Eis. Heute trainiert er Kinder. Der Insulaner möchte eine Eishalle auf die Insel bekommen.

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Mit der Pfeife in der Hand steht Ronald Richter auf der Heringsdorfer Eisbahn.

Quelle: Hannes Ewert

Heringsdorf. Es nieselt auf der Heringsdorfer Eisbahn. Das Thermometer zeigt acht Grad Celsius an und der schwarze Puck rutscht stellenweise nur stockend über die nasse Eisfläche.

„Früher hatten wir noch richtige kalte Winter. Das waren bessere Bedingungen für Eishockeyspieler“, sagt Ronald Richter, der mit den Kindern trainiert und stets mit der Pfeife in der Hand wichtige Kommandos gibt.

Mit „früher“ meinte der heute 45-Jährige seine eigene Kindheit. „Wir waren auf den Seen in der Umgebung unterwegs. Zum Beispiel auf dem Schloonsee in Bansin. Dort spielten wir regelmäßig Eishockey“, sagt der selbständige Fachmann für Werbegestaltung.

Mindestens zwei Stunden am Tag kümmert sich Ronald Richter ehrenamtlich um die Belange des Roll- und Eislaufvereins Insel Usedom (REV). „Wir haben immer viel zu organisieren. Manchmal trainieren wir woanders, bestreiten Turniere oder müssen ins Trainigslager“, erklärt der Ahlbecker. Mit rund 10000 Kilometer schlägt seine Tätigkeit im Verein jedes Jahr auf dem Autotacho zu Buche. „Eishockey ist ein sehr rabiater, aber auch schneller Sport. In kurzen Intervallen müssen die Jungs und Mädels alles geben. Vor allem sehr kraftintensiv. Im Sommer trainieren wir mit Laufspielen am Strand oder machen Gymnastik“, sagt Richter.

Ein Großteil der rund 80 aktiven Mitglieder sind Jungen. „Ab und zu spielen auch Mädchen mit, aber mit der Pubertät hören sie mit dem Sport auf. Da haben sie andere Sachen im Kopf“, sagt er und zeigt dafür auch ein wenig Verständnis.

Seit mehr 16 Jahren nutzt Ronald Richter die Heringsdorfer Eisbahn mit seinem Verein. „Wir sind überaus froh, dass wir sie nutzen können, aber für die Zukunft wäre eine Halle sinnvoll. So können wir wetterunabhängig trainieren und Besucher können die Halle auch nutzen. So generiert der Betreiber Einnahmen“, erklärt der 45-Jährige.

„Wir haben im Winter nur drei Monate Zeit, ordentlich zu üben, in Rostock haben die Kinder ein halbes Jahr Zeit“, sagt Richter. Gerade wenn die Heringsdorfer Eisbahn noch nicht steht, müssen er und seine Spieler weite Wege auf sich nehmen. „Wir sitzen freitagnachmittags vier Stunden im Auto um anschließend eine Stunde zu trainieren“, sagt er. Einen geeigneten Standort hätte Richter für die Eisbahn auch parat. „In der Nähe der Therme. Das hätte Synergieeffekte für alle“, erklärt er.

Nicht nur spielerisch fördert Ronald Richter seine Eleven. „Beim Eishockey geht es ja auch um Spaß am Spielen“, sagt der sympathische Insulaner. „Vor drei Jahren hatten die wir einmalige Chance, das Auflaufen der Berliner Eisbären zu begleiten“, erzählt er stolz. „14000 Zuschauer verfolgten das Spektakel. Unsere kleinen Spieler waren richtig aufgeregt und danach sehr stolz“, berichtet er.

Seit der Gründung vor 14 Jahren ist Richter REV-Vorsitzender. „In der Kneipe entstand einmal der Begriff ‘Schamasen‘. Seitdem heißen unsere Eishockeyspieler so. Wir wollten keinen Namen wie ‘Empor‘

oder ‘Traktor‘. Der wird zu häufig verwendet“, sagt Richter.

Und wenn der Eishockeytrainer mal nicht andere Spieler anleitet, steht er gerne in der Mannschaft. „Einmal im Jahr veranstalten wir im Februar ein Herrenturnier. Mannschaften aus Berlin, Malchow, Trier und München haben ihre Teilnahme schon zugesichert“, sagt Richter und freut sich.

Menschen im Ehrenamt: Bitte schreiben Sie uns!
Mit einem neuen Preis wollen die OSTSEE-ZEITUNG und die in Heringsdorf ansässige Achterkerke-Stiftung verdienstvolle Frauen undMänner im Ehrenamt auszeichnen. Durch engagierte Ehrenamtler funktioniert das Leben besser. Oft unterstützen sie auf Vereinsebene oder als Privatperson Kinder und Jugendliche, sind unermüdlich. Genauso oft tun sie das sehr bescheiden und ohne große Worte.

Deshalb, liebe Leser, schicken Sie uns bitte Vorschläge: Wer hätte es verdient, geehrt zu werden? Wir wollen diese „guten Geister“ auch gern im Blatt vorstellen und würdigen.


• Vorschläge an:

lokalredaktion.zinnowitz@ostsee-zeitung.de

 



Hannes Ewert

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