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00:00 04.10.2017
Jeder Trampelpfad in der Gemeinde ist ein vergessener Weg.Prof. Heinz Nagler Universität Cottbus
Koserow

rüstet sich für die Zukunft: Ein Skaterweg rund um den Ort, eine Fußgängerbrücke über die Bundesstraße 111 und eine hölzerne Steganlage über das Achterwasser – klingt nach ziemlich viel auf einmal, aber eigentlich gar nicht so weit weg. Kürzlich präsentierte Professor Heinz Nagler von der Uni Cottbus die Arbeiten von 17 Studenten, die im Juni die Gemeinde unter die Lupe nahmen. Alle Straßen, Winkel und Laternen wurden betrachtet. Am Ende erschien ein 46-seitiges Heft, welches auf mögliche Schwachstellen im Ort hinweist.

Cottbuser Studenten präsentieren Ergebnisse ihrer Arbeit in Koserow

Die Masterstudenten für Architektur und Stadtplanung teilten sich in sechs Gruppen auf und widmeten sich Ortsbild, Wegekonzept, Identität, Ortseingang, Seebrückenvorplatz und Kurwald. Die Arbeit gehört zum Ortsentwicklungskonzept „Koserow 2020“. „Es müssen nicht immer die großen Investitionen sein. Viele Dinge waren für die Studenten sofort offensichtlich. Zum Beispiel, dass es eine Vielzahl unterschiedlicher Laternen im Ort gibt – sogar noch welche aus DDR-Zeiten“, betont Nagler. Auch die Vielzahl der Bänke fiel den Studenten auf. „Wie wäre es, diese Dinge zu vereinheitlichen?“, fragt er. Etwas einheitlicher könnten auch die Straßen des Ortes sein. „Den Straßen könnten gewisse Themen zugeordnet werden – zum Beispiel etwas Maritimes“, meint der Professor.

Richtig viel Potenzial sieht der Stadtplaner bei der Entwicklung des Zuganges zum Achterwasser. „Die Schönheit des Platzes muss verdeutlicht werden. Nichts deutet an der Achterwasserstraße darauf hin, wie toll es dort ist“, findet er. Eine große Tafel und ein paar Bäume wären angebracht. Für das Achterwasser hatten die Studenten noch Ideen. „Wie wäre es mit einem mehrarmigen Steg, der sich in das Gesamtbild einfügt? Dort wäre Platz, um zu entspannen und das Gefühl zu genießen, auf dem Wasser zu sein. Die Besucher gehen dabei auf dem Steg durch das Schilf. Ein völlig neues Erlebnis.“ Ein Großprojekt des Ortes wird der geplante Seebrücken-Neubau. Auch dafür haben die Masterstudenten Ideen. Ein Sonnenuntergangskino, mehrere aufgespannte Segel und attraktive Einkaufsmöglichkeiten mit der Verbindung zu einem Steg – vieles wäre nach Ansicht der Studenten möglich. Auch den Schilderwald an den Radstrecken wollen die Brandenburger vereinfachen. „An einigen Stellen ist es einfach zu unübersichtlich und eine Vielzahl von Schildern verwirrt“, so Nagler.

„Diese Veranstaltung war geeignet, um einen externen Blick auf die Gemeinde zu gewinnen“, erklärt Kurdirektorin Nadine Riethdorf. Bei aller Euphorie über die gewonnenen Erkenntnisse der Studenten:

Die Entwicklung der neuen Seebrücke, der Kurplatz und der Streckelsberg stehen derzeit ganz oben. Wer Interesse hat, kann sich die Broschüre in der Kurverwaltung Koserow ansehen.

Hannes Ewert

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