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Ein Mekka für Fahrradtouristen

Swinemünde Ein Mekka für Fahrradtouristen

In Westpommern soll ein großes Radwegenetz entstehen / Swinemünde bekommt Piste am Küstenstreifen

Swinemünde. Westpommern soll zur attraktivsten Region für Radfahrer in Polen werden. In naher Zukunft sollen in der Wojewodschaft (Hauptstadt ist Stettin) viele neue Radwege entstehen und in einem Radwegenetz verbunden werden. Das wurde jetzt bei einer Pressekonferenz bekannt gegeben. Die neuen Radwege sollen mindestens 160 Millionen Zloty kosten. Bislang sind im Projektbudget weniger als 45 Millionen Zloty. Die Verwaltungen von Westpommern wollen sich jedoch um EU-Mittel bemühen.

„Ich hoffe, dass das Konzept im nächsten Jahr bereits die Bauphase erreicht. Als Wojewodschaft Westpommern werden wir die Hauptlast der Durchführung aller Verfahren auf uns nehmen — auch die Vorbereitung der Dokumentation. Die Umsetzung des Plans wird jedoch ohne eine gute Zusammenarbeit mit den lokalen Regierungen nicht möglich sein“, sagt der Marschall der Wojewodschaft Westpommern, Olgierd Geblewicz. Am Projekt werden sich 70 Gemeinden und Landkreise von Westpommern beteiligen, die eine finanzielle und administrative Unterstützung versprochen haben. Langfristig sollen in der Region zwölf große Radwegenetze entstehen. Einer der führenden Wege soll am Küstenstreifen von Swinemünde verlaufen. Mit dem Fahrrad wird man auch nach Stettin entlang des Stettiner Haffs durch Stepnica fahren können.

In der Stadt Swinemünde ist der Bau neuer Radwege geplant. Vorgesehen ist ein neuer Abschnitt auf der R-10 — die Route führt durch den Wald von Swinemünde nach Misdroy. Zudem dürfen sich Radfahrer über neue Pisten im Zentrum der Stadt und auf der Strecke von der Promenade über die Jachtowa Straße bis zum Stadtzentrum an der Fähre freuen. Für dieses Jahr ist die Fertigstellung des Radweges entlang der Uzdrowiskowa Straße und Sosnowa Straße im Bezirk Przytór auf der Insel Wolin geplant. „Mit dem künftigen Radwegenetz sollen Touristen noch schneller die Ostsee erreichen oder nach Süden fahren, um sich dort mit dem Radwegenetz in Deutschland zu verbinden“, erklärt die Bevollmächtigte des Marschalls für Radkommunikation, Wanda Nowotarska. Zu den interessantesten Abschnitten zählen der Bau von fast 40 Kilometern Radstrecke auf einem alten Bahndamm zwischen der Brücke in Siekierki und Trzcinsko-Zdrój (Kleinstadt südlich von Stettin) sowie der Bau eines 15 Kilometer langen Radwegs auf einem Schmalspurbahndamm bis Insko. Im Rahmen des Projekts sollen auch 20 km „Lücken“ im östlichen Teil an der Küste ersetzt werden. „Bei den in- und ausländischen Touristen, die unsere Region besuchen, ist der Rad-Tourismus eine sehr attraktive Form der aktiven Erholung. Wenn es sich um ausländische Touristen handelt, so wird er sogar an erster Stelle platziert, während Touristen aus Polen ihn an zweiter Stelle gleich nach dem Wasser-Tourismus setzen“, fügte Olgierd Geblewicz hinzu.

• Karte der künftigen Routen

unter www.rowery.rbgp.pl.

Von Radek Jagielski

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