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Ein Ständchen aus 784 Sportler-Kehlen

Zinnowitz Ein Ständchen aus 784 Sportler-Kehlen

Zwei Frauen vom Zinnowitzer Lauftreff waren im Sporturlaub / Beim Nordsee-Lauf joggten sie über 70 Kilometer und Dörte Schmelzer hatte auch noch Geburtstag

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Für Erinnerungsfotos fanden Dörte Schmelzer (l) und Anette Wüsthof (r) auf ihrer Tour immer wieder nette Skulpturen, hier eine Gruppe von Badegästen. Fotos (2): privat

Zinnowitz. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, verlorene Kräfte im Urlaub zu regenerieren und danach wieder frisch und leistungsfähig zu sein. Für Dörte Schmelzer (47) und Anette Wüsthof (55) ist Faulenzen nicht der richtige Weg.

OZ-Bild

Zwei Frauen vom Zinnowitzer Lauftreff waren im Sporturlaub / Beim Nordsee-Lauf joggten sie über 70 Kilometer und Dörte Schmelzer hatte auch noch Geburtstag

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Gerade sind die Polizistin und die Krankenschwester aus dem Urlaub zurück, in dem sie in acht Tagen 70 Kilometer gejoggt sind. Joggen gehört für beide Frauen, die im Lauftreff Zinnowitz trainieren, zum täglichen Leben. „Wir sind regelmäßig bei großen Läufen dabei“, sagt Anette Wüsthof. Man trifft die Zinnowitzerinnen beim Berlin-Marathon, Big 25 in Berlin, beim Tollense-Lauf, beim Greifswalder Stundenlauf und anderen bedeutenden Sportereignissen. „Ich war gerade beim Rennsteig-Lauf dabei“, sagt Dörte Schmelzer stolz.

Auch ihr Nordsee-Urlaubslauf unter dem Slogan „Mach nicht halt – lauf gegen Gewalt!“ war organisiert. „Unser Quartier befand sich in Esens, nur etwa vier Kilometer vom ostfriesischen Wattenmeer. Wir sind täglich früh aufgestanden. Schon in den Bussen, die uns zu den Fähren brachten, traf man auf nette Leute, die dieselbe Leidenschaft vereint – das Laufen. Über unsere Finisher–Shirts aus anderen Läufen kamen wir leicht ins Gespräch.“ Die täglich wiederkehrende Begrüßungsmusik in Aida-Manier und die launigen Ansprachen des begleitenden Pastors sorgten für fröhliche Gesichter, wie man sie im Urlaub braucht. Die beiden Frauen schwärmen von der freundschaftlichen Atmosphäre unter den Läufern und der Gastfreundschaft der Insulaner: „Auf jeder der Inseln hatten sich die Leute total auf die 784 Sportler eingestellt.“ Zu den Veranstaltern gehört neben der Marketinggesellschaft Nordsee GmbH, einem Reiseveranstalter, des Energieversorgers EWE auch der Fachdienst Kirche im Tourismus der Region Nord der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannover. „Man konnte spüren, dass die Inseln total hinter dem Lauf stehen. Wir wurden mit Transparenten begrüßt und mitunter wurde für uns Kuchen gebacken. Für die tägliche Tombola gab es von den Inseln richtig tolle Preise – Übernachtungen und Konzertkarten“, sagt Anette Wüsthof. Selbst am Pausentag waren die Insulanerinnen in Bewegung, bei einer zwölf Kilometer langen Wattwanderung. An jedem Tag gab es eine Siegerehrung, und vorher die Gratulation an die Geburtstagskinder. Dörte Schmelzer hatte Glück. Am 12. Juni sangen ihr 784 Läufer ein Geburtstagsständchen. „Das war schon etwas Besonderes“, sagt die Polizistin dankbar. Nicht nur deshalb stehen die Urlaubspläne 2017 für sie und Anette Wüsthof jetzt schon fest: „Wir werden wohl wieder an die Nordsee fahren. Das war ein Urlaub, der ein bisschen Kraft kostet, aber ganz viel Kraft bringt.“

Sieben Etappen – acht Tage

• Der EWE-Nordseelauf 2016 vom 11. bis 18. Juni war die 15. Auflage des inzwischen beliebten Lauftreffs mit internationaler Beteiligung.

• Alle vier Jahre findet der Lauf ausschließlich auf Nordseeinseln statt. Stationen waren Norderney, Baltrum, Langeoog, Juist, Wangerooge, Spiekeroog, Borkum.

• Die täglichen Laufstrecken lagen zwischen 10 und 13 Kilometern. Insgesamt waren rund 70 Kilometer zu bewältigen.

• Die Strecke kann gejoggt oder gewalkt werden.

• www.nordseelauf.de

Angelika Gutsche

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