Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -1 ° Schneeregen

Navigation:
Ein Symbol für Verkehrsalternative

Karnin Ein Symbol für Verkehrsalternative

Usedomer Eisenbahnfreunde locken am Samstag Interessierte auf die Karniner Brücke / Werbung für die Südanbindung

Voriger Artikel
Schwerer Unfall bei Usedom
Nächster Artikel
Willkommensschild an der Grenze gestohlen

Mario Zühlke von der DB erklärte das technische Denkmal.

Karnin. Regenwetter, Bettenwechsel und rettungslos verstopfte Straßen. Die Argumentation für eine alternative Verkehrsanbindung hätte am Samstag nicht überzeugender sein können. Die Usedomer Eisenbahnfreunde hatten die ungeteilte Zustimmung hunderter Besucher ihres 6. Karniner Brückenfestes. „Der Pkw-Verkehr ist absolut an seine Grenze gestoßen“, sagt der Vorsitzende des gastgebenden Vereins, Günther Jikeli. „Die Bahn kann zur Entspannung einen unentbehrlichen Beitrag leisten, denn es kommt noch dicker, wenn der geplante Swinetunnel täglich rund 16 000 Autos zusätzlich auf die Insel bringt. Weil das Straßennetz im Interesse der Naturerhaltung nicht weiter ausgebaut werden kann, bleibt die Südanbindung durch die Bahn alternativlos.“

OZ-Bild

Usedomer Eisenbahnfreunde locken am Samstag Interessierte auf die Karniner Brücke / Werbung für die Südanbindung

Zur Bildergalerie

Um die neue Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) für das Projekt zu sensibilisieren, hat der Verein eine Postkartenaktion gestartet. Die 5000 Karten, auf denen die Politikerin gebeten wird, sich mit aller Kraft für die Wiederherstellung der Eisenbahn-Südanbindung der Insel Usedom einzusetzen, sollten in wenigen Tagen in Schwerin ankommen. Jikeli: „Die letzte Kostenschätzung für die Bahnanbindung ist von der DB-Netze vor vier Jahren ermittelt worden und liegt bei 95 Millionen Euro. Genauere Zahlen kann es erst geben, wenn die von uns lange geforderte Vorentwurfsplanung durchgeführt wurde. Wir möchten erreichen, dass Frau Schwesig die politische Triebkraft für unser Projekt wird, denn der Bund hat mitgeteilt, dass es sich in unserem Fall um Regionalverkehr handelt und dafür ist nunmal das Land zuständig. Wir möchten, dass die Pommern-Bahn auf der traditionellen Hauptmagistrale Berlin-Stralsund die drei Bahn-Abzweige nach Usedom, nach Rügen und zum Darß

gleichberechtigt ausbaut. Das wäre ein echtes nachhaltiges Projekt für Vorpommern!“

Die Eisenbahnfreunde begrüßen die gerade gestartete Bürgerinitiative für mehr Kreisverkehre, sie erwarten andererseits aber auch Unterstützung für das dringende Anliegen des Inselsüdens. „Wir müssen vom Insel-Norden bis zum Insel-Süden an einem Strang ziehen und in Richtung Schwerin, Berlin und Brüssel mit einer Stimme sprechen, damit wir gehört werden“, fordert Jikeli eindringlich zur Einigkeit über Parteigrenzen hinweg. Die Tatsache, dass die Eisenbahnfreunde beim Seebad-Jubiläum in Bansin, bei dem sie im Festumzug für ihr Bahn-Projekt geworben hatten, mit Beifall und Zustimmungsrufen bedacht wurden, habe sie positiv überrascht und ermutigt, so Jikeli. In Patrick Dahlemann (SPD), Parlamentarischer Staatssekretär für Vorpommern, haben die Eisenbahnfreunde einen absoluten Befürworter für die Wiederherstellung der Eisenbahnanbindung. Der SPD-Mann zeigte sich Samstag nach der Brückenbesteigung von dem technischen Denkmal schwer beeindruckt. Das Projekt übersteige jedoch die finanziellen Möglichkeiten des Landes, weshalb er sich aktiv dafür einsetzen wolle, dass EU-Mittel beantragt werden. Unterstützung hat auch der SPD-Bundestagskandidat Heiko Miraß signalisiert:

„Die moderne Verkehrspolitik geht in Richtung Schiene. Etliche meiner Berliner Freunde haben ihr Auto schon abgeschafft, weil sie keine Lust mehr auf Stau haben. Insofern kann man euch, den Usedomer Eisenbahnfreunden, für eure Beharrlichkeit, mit der ihr euer manchmal auch fern scheinendes Ziel immer im Auge behalten habt, nur gratulieren. Ihr seid keine Folklore-Truppe, sondern Realisten!“

Teil einer Bahnstrecke

Die Hubbrücke Karnin ist der mittlere Teil der Karniner Brücke, einer ehemals etwa 360 m langen Eisenbahnbrücke zwischen dem pommerschen Festland bei Kamp und der Insel Usedom bei Karnin. Das Brückenbauwerk wurde 1933 fertiggestellt.

Es war Teil der über Swinemünde führenden Bahnstrecke Ducherow–Heringsdorf–Wolgaster Fähre.

Am Ende des Zweiten Weltkriegs wurde die Brücke von der Wehrmacht gesprengt.

Ingrid Nadler

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
«Smart Parking»
„Hier fahren automatisierte Fahrzeuge“: In einem Pilotprojekt erproben Bosch und Daimler fahrerloses Parken im Parkhaus.

Parken ist für die meisten ein Ärgernis - erst recht, wenn sie dafür ins Parkhaus müssen. Dunkel, alt und eng gibt es zwar immer noch, aber künftig wird vor allem smart geparkt.

mehr
Mehr aus Usedom
Verlagshaus Zinnowitz

Neue Strandstraße 31
17454 Ostseebad Zinnowitz

Öffnungszeiten:
Mo. bis Fr. von 10:00 bis 17:00

Leiter Lokalredaktion: Dr. Steffen Adler
Telefon: 03 83 77 / 36 10 14
E-Mail: zinnowitz@ostsee-zeitung.de

Benjamin Barz ? Ostsee-Zeitung Hilfe Aktion Wohltaetigkeit Teaser der den User auf die Seite "Helfen bringt Freude" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Helfen bringt Freude“ 2015-11-30 de Aktion Helfen bringt Freude Seit 27 Jahren engagieren sich unsere Leser zusammen mit der OZ für sozial schwache Familien, Kinder sowie gemeinnützige Projekte in Mecklenburg-Vorpommern. Wie Sie in diesem Jahr helfen können, erfahren Sie hier.
Beilagen
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Termine, Events, Veranstaltungen Teaser der den User auf die Seite "Termine" führen soll image/svg+xml Image Teaser Termine 2015-09-23 de Veranstaltungen Aktuelle Termine Konzerte, Kino, Ausstellungen, Vorträge, Theater, Workshops, Tanz und noch vieles mehr. Alle Veranstaltungen und Freizeittipps in Ihrer Nähe finden Sie hier.
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist