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Ein Vierteljahrhundert in der Pflege

Zinnowitz Ein Vierteljahrhundert in der Pflege

Der Unternehmer Holger Preusche kümmert sich seit 25 Jahren um Hilfebedürftige / Bedarf steigt

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Eingespieltes Team: Pflegedienstleiterin Silke Foetzke, Chef Holger Preusche mit Sohn Tim Preusche sowie Krankenschwester Christina Puhane (v.l.).

Zinnowitz. Medizinische Versorgung, betreutes Wohnen, Fahrten zu Arztterminen, Einkäufe und Gespräche mit den Patienten: Seit 25 Jahren kümmert sich Holger Preusche, Chef des gleichnamigen Pflegedienstes in Zinnowitz, mit seinen Mitarbeitern um alte und kranke Menschen. Gestern feierte die Belegschaft das Betriebsjubiläum.

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Der Unternehmer Holger Preusche kümmert sich seit 25 Jahren um Hilfebedürftige / Bedarf steigt

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„Angefangen habe ich mit dem Pflegedienst in meinem alten Kinderzimmer bei meinen Eltern. Später habe ich in meiner Wohnung ein Zimmer eingerichtet“, sagt Preusche. „So hat sich das im Laufe der Jahre gesteigert. Irgendwann gab es das erste Büro und seit drei Jahren sind wir nun hier in der Ahlbecker Straße an der B 111.“ Nicht nur die Räumlichkeiten, auch die Rahmenbedingungen im Pflegesektor haben sich im Laufe der Zeit verändert. „Früher war alles unbürokratischer“, sagt der 49-Jährige. „Heute haben wir sehr viel Papierkram zu erledigen – je mehr Zeit wir im Büro verbringen, desto weniger bleibt für die Patienten.“

Trotz der immer höheren Anforderungen brennt der Zinnowitzer für seinen Beruf. „Er ist abwechslungsreich und es ist schön zu sehen, wenn die Patienten sich über unseren Besuch freuen“, sagt er. „Es gibt Patienten, die wir bereits seit 20 Jahren betreuen. Da gehört man schon so gut wie zur Familie.“

Auch Pflegedienstleiterin Silke Foetzke kann sich keine andere Tätigkeit vorstellen. „Früher hatte man noch die Kraft, auch mal privat etwas mit den Patienten zu unternehmen und gemeinsam einen Kaffee zu trinken“, sagt die 50-Jährige. „Aber wir nehmen uns die Zeit, so oft wie es geht.“ 1992 hat Foetzke nach ihrer Ausbildung zur Altenpflegerin ein Praktikum beim damals ersten privaten Pflegedienst auf Usedom begonnen – und ist geblieben. „Es ist sehr familiär. Wir sind ein tolles Team“, meint sie. Mittlerweile gehören 16 Mitarbeiter in der Pflege sowie fünf im Fahrdienst zur Belegschaft.

Im kommenden Jahr soll auch Tim Preusche dazustoßen. Der Sohn des Chefs absolviert derzeit ein duales Studium zum Pflegemanager und Altenpfleger und soll später einmal den Betrieb weiterführen. „Mir ist soziales Engagement wichtig. Nach der Schulzeit habe ich mein freiwilliges soziales Jahr hier absolviert, um zu schauen, ob mir das liegt“, sagt er. „Mit vielen Menschen von damals habe ich heute noch Kontakt.“ Berührungsängste hatte der 24-Jährige von Anfang an nicht. „Ich hatte nur Sorge, dass ich etwas falsch mache und sich die teilweise sehr gebrechlichen Menschen verletzen könnten“, sagt er. „Aber ich freue mich, wenn ich helfen kann, den Lebensalltag von Alten und Kranken zu erleichtern. Ich denke, dieser Job ist krisensicher und hat Zukunft.“

Das bestätigt auch Holger Preusche. „Es gibt immer mehr hilfebedürftige Menschen“, sagt er. „Wir brauchen stets Leute, die mit Herzblut dabei sind und eine gute Einstellung zu alten und kranken Menschen haben.“ Für die Zukunft wünscht er sich, dass das Arbeitsklima weiterhin familiär bleibt und neues Fachpersonal gefunden werden kann.

Katharina Ahlers

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