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Ein Weidentipi für Usedoms Hortkinder

Usedom Ein Weidentipi für Usedoms Hortkinder

Eltern und Geschwister halfen, es zu bauen – Hortbetreiber plant weitere Verbesserungen

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Hortleiterin Anett Mittag ist froh über aktive Eltern wie Ilka Thoms, Christoph Schachtschneider, Manuela Ringel und Kati Janetzky (v. l.). ´

Quelle: Fotos: Ingrid Nadler

Usedom. Auf dem Hof der Usedomer Schule steht jetzt ein Weidentipi. Gebaut haben es Kinder und Eltern. Das von ihnen aus lebenden Baumzweigen errichtete Gestell soll Hortkindern einmal zum Spielen dienen.

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Eltern und Geschwister halfen, es zu bauen – Hortbetreiber plant weitere Verbesserungen

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„Die Zweige hatten wir bereits im Februar beim Pflegeschnitt von Kopfweiden gewonnen. Wir haben sie fast zwei Monate lang in einem Stall gelagert und dadurch frisch gehalten. Jetzt sind sie zum ersten Mal ans Tageslicht gekommen und werden in etwa zwei Wochen anfangen, auszutreiben, wenn sie in der Erde gut gewässert werden“, erklärt Michaela Mai, Erlebnispädagogin vom Kulturverein Burg Klempenow (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte). In einem Jahr, prophezeit Mai, werde man einen Meter lange Triebe sehen. So könnten die Kinder beobachten, wie ihr Tipi langsam zu wächst und zu einer „wunderbaren schattigen Höhle“ wird.

Annett Mittag hat allen Grund, sich darüber zu freuen. Sie leitet den Usedomer Schulhort und hatte den Bau des Tipis gemeinsam mit dem Schulförderverein auf den Weg gebracht. Schulkinder, ihre Eltern und Geschwister ließen sich nicht zweimal bitten. Und so wurde die Aktion am Sonnabend zu einem Erlebnis für alle. „Seit Frau Mittag den Hort leitet, hat sich die Betreuung der Kinder deutlich verbessert“, lobt Manuela Ringel, Mutter eines Hortkindes aus Stadt Usedom. Kati Janetzky aus Krienke und Christoph Schachtschneider aus Wilhelmsfelde – beide Mitglied im Schulelternrat – nicken zustimmend. Der Hort sei nun personell gut besetzt und ab dem 1. Juni auch wieder eine halbe Stunde länger, bis 16 Uhr geöffnet, schildert Annett Mittag. Kinder, die länger betreut werden müssten, würden zur Usedomer Kita „Görenhus“ begleitet. „Durch Vermittlung des Elternfördervereins bekommen wir zum neuen Schuljahr Tische und Bänke für den Außenbereich. Wir wollen darüber hinaus den Sandkasten neu gestalten und mit einem Sonnenschutz versehen. Für ein kombiniertes Spielgerät aus Schaukel, Rutsche und Klettergerüst haben wir schon 5000 Euro zusammen; die fehlenden 3000 Euro hoffen wir, noch durch Spenden zu bekommen“, erklärt die Leiterin die nächsten Schritte.

Die Hort-Eltern wünschen sich indes, dass die Stadt den einzigen noch unsanierten Gebäudeteil auf dem Schulgelände in absehbarer Zeit in Angriff nimmt. Die Sanierung von Fenstern, Türen, Wärmedämmung und die Fassadengestaltung seien Erfordernisse, die auch durch die größte Spendenbereitschaft nicht zu wuppen seien.

Ingrid Nadler

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