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Eine „Card“ für die Kaiserbäder

Heringsdorf Eine „Card“ für die Kaiserbäder

Mehrheit dafür / Nun geht es um Inhalte und die Finanzierung

Heringsdorf. Das Projekt „Kaiserbädercard“ kann Fahrt aufnehmen: Am Donnerstagabend hat eine Mehrheit der Gemeindevertreter die Bereitschaft zur Umsetzung des Konzeptes „Kaiserbädercard“ signalisiert. „Sie beschließen hier keine Erhöhung der Kurtaxe“, hatte Kurdirektor Thomas Heilmann im Vorfeld betont. In der jüngsten Eigenbetriebsausschusssitzung hatte er die Idee (die OZ berichtete) bereits vorgestellt. Für die Finanzierung der Card, die auch eine kostenfreie Nutzung des Öffentlichen Personennahverkehrs durch die Usedomer Bäderbahn (Bus und Bahn) beinhaltet, war die Anhebung der Kurtaxe von 2,50 auf drei Euro im Gespräch. „Das war nur eine Idee, mehr nicht“, so Heilmann am Donnerstagabend zur Kritik, die in den sozialen Netzwerken auf ihn einprasselte.

Nun liege es an der Verwaltung und dem Eigenbetrieb, mehrere Parameter für die „Kaiserbädercard“ zu prüfen: Kurabgabe (Ergebnis der laufenden Kalkulation), Leistung der UBB (Vertaktung, Bedienungszeiten, Streckenführung) und wirtschaftliche Auswirkungen (Ermäßigung in den gemeindeeigenen Einrichtungen). Die im Ausschuss angeregte Prüfung zum Beihilferecht hat die Verwaltung ebenfalls als Hausaufgabe mitbekommen. Laut Hans-Jürgen Merkle (BI) hat der polnische Stadtbusbetrieb in Swinemünde einen Antrag auf Linienverkehr in den Kaiserbädern gestellt. Da könnte ein Gratis-Verkehr der UBB zum Problem werden. „Sie haben nur angefragt, ob sie Haltestellen in der Gemeinde nutzen können. Das wird kein paralleler Verkehr“, entgegnete Bürgermeister Lars Petersen (CDU).

hni

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