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Usedom Eine Frau steht an der Spitze der Volkshochschule in Lubmin
Vorpommern Usedom Eine Frau steht an der Spitze der Volkshochschule in Lubmin
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00:05 28.04.2016
Lubmin

Wechsel an der Spitze der Lubminer Heimvolkshochschule. Die wird jetzt von der erst 30-jährigen Stephanie Trappe geleitet. Die junge Frau war erst im August des vergangenen Jahres als pädagogische Mitarbeiterin eingestellt worden. Dass sie acht Monate später vom Betreiberverein mit der Führung des vorpommernweit einzigartigen Bildungshauses betraut wurde, hängt mit einem bedauerlichen Umstand zusammen. Anfang des Jahres hatte sich die langjährige Leiterin der Einrichtung, Birgit Eckert, aus gesundheitlichen Gründen einer Kur unterzogen. Bis heute ist sie nicht vollständig genesen. Ob und wann sie zurückkehrt, weiß derzeit niemand. Stephanie Trappe weist denn auch darauf hin, dass sie die ihr übertragene Funktion bis auf weiteres befristet ausübt. Kaum in Amt und Würden sah sie sich einem Jubiläum gegenüber. Die Heimvolkshochschule wurde dieser Tage 25 Jahre alt, weshalb es einen „Tag der offenen Tür“ und einen Empfang gab.

Die der Lubminer Einrichtung zugrunde liegende Idee hat ihre Wurzeln in Dänemark. Dort war 1844 die erste Heimvolkshochschule gegründet worden. Sie bot Bildungskurse für Erwachsene mit Unterkunft und Verpflegung. Während eines Aufenthalts in Dänemark 1990 lernte Gerhard Dallmann, ein Greifswalder Pfarrer, den in Ostdeutschland bis dahin unbekannten Schultyp kennen. Die Idee, das Lernen mit einem Freizeitaufenthalt auf dem Land zu verbinden, gefiel ihm so gut, dass er sie Zuhause weiterempfahl. Noch im selben Jahr, am 26. November, stimmte der damalige Kreistag Greifswald-Land dem Ansinnen zu. Kurz darauf wurde ein Verein aus der Taufe gehoben. Für die Heimvolkshochschule wurde ein ehemaliges Ferienheim in Lubmin erworben. Der damalige Landkreis übernahm dazu eine Bürgschaft. Am 17.

April 1991 startete der Schulbetrieb. Das erste Seminar hielt — Pfarrer Dallmann.

Tausende Frauen und Männer, Kinder und Jugendliche haben die Lubminer Heimvolkshochschule seitdem besucht. Sie nahmen an Kursen und Seminaren teil, an Workshops und Ausflügen. Hier wurden Freundschaften geknüpft, hier treffen sich Familienverbände, begegnen sich Heranwachsende aus dem In- und Ausland. Stephanie Trappe will daran anknüpfen. In Leipzig studierte sie Ägyptologie sowie Medien- und Kommunikationswissenschaften. Später arbeitete sie als Museumspädagogin im Saarland. In den Norden zog es die junge Frau des Partners wegen, der hier Arbeit fand. Die Lubminer Heimvolkshochschule biete phantastische Bedingungen, findet sie. Wichtig sei es, Menschen für diese Einrichtung zu interessieren. „Wir haben schon viele Angebote für Senioren und Jugendliche. Ich fände es spannend, mehr Menschen mittleren Alters für uns zu gewinnen.“ Denkbar wären Kurse zur Stressbewältigung für Mitarbeiter von Firmen. „Das ist im Kommen und andernorts schon gang und gebe.“

Von Sven Jeske

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