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Eine Kräutercouch für Kinder

Wolgast Eine Kräutercouch für Kinder

Der Regenbogenpark in Wolgast wächst. Jetzt wurde das Konzept für das Strohballen-Lehm-Haus vorgestellt.

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Klaus Kretschmer stellte das Konzept vom Lehmhaus vor.

Quelle: ik

Wolgast. Erste Pflanzungen auf dem Areal zwischen Bau- und Puschkinstraße zeigen, dass die Idee des Interkulturellen Gartens in Wolgast während der vergangenen Monate sichtbar Raum angenommen hat. Am Mittwoch stellte Baubiologe Klaus Kretschmer dem Vorstand des Ende Mai gegründeten Vereins Regenbogenpark sein Konzept eines 30 Quadratmeter großen Strohballen-Lehm-Hauses vor.Dieses Gebäude soll das Herzstück der gesamten Gartenanlage werden.

In der Mitte des komplett nach neuesten ökologischen Gesichtspunkten errichteten Hauses wird es eine Küche mit einem gleichzeitig als Wärmequelle dienenden Lehmbackofen geben, um den herum sich Menschen aller in Wolgast lebenden Nationen betätigen, gemeinsam essen und aufhalten könnten. Im unmittelbar an das Gebäude angrenzenden Außenbereich sollen ein Lager für Werkzeuge und ein Wintergarten angelegt werden. Dem Grundgedanken des Gartens folgend, soll das Haus durch gemeinschaftliche Arbeit entstehen. Auch das dazugehörige natürliche Lebensumfeld soll ökologisch gestaltet werden. Eine duftende Kräuterspirale mit einem Teich, eine Kräutercouch für Kinder und Gäste, eine 12 Volt-Solarstromanlage für Beleuchtung, Werkzeuge, Kühlschrank und Komposttoiletten, eine Pflanzenkläranlage für Abwasser und nicht zuletzt die Nutzung von Regenwasser sind Teile des Vorhabens. Auf einem Kreativ-Spielplatz können Kinder und Erwachsene gemeinsam mit Naturbaustoffen wie Holz, Lehm, Steinen und Kletterpflanzen experimentieren. Für die Umsetzung des in allen Punkten förderfähigen Projektes nennt Klaus Kretschmer einen finanziellen Aufwand von 20 000 Euro. Seminare und Workshops könnten ebenso Einnahmen bringen wie der Verkauf von Bio-Gemüse, Kräutern und hochwertigem Humus.

Während sich für Raisa Dadik vom Korni-Verein durchaus die Frage stellt, ob es möglich sein wird, die Menschen von einem solchen ehrgeizigen Projekt zu überzeugen, ist Elke Quandt als Koordinatorin des Interkulturellen Gartens und stellvertretende Vorsitzende des Vereins Regenbogenpark zuversichtlich. „Wir sollten einfach den Mut aufbringen, einen solchen Prozess hier in Wolgast zu beginnen und vielleicht auch eine Vorreiterrolle einzunehmen“, sagt sie und kündigt für den 25. Oktober einen Aktionstag an.

Während der vergangenen Weihnachtsaktion „Helfen bringt Freude“ hatten die Leser der OSTSEE-ZEITUNG Spenden in Höhe von nahezu 14 500 Euro für das Projekt eingezahlt.

 

Ines Kakoschke

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