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Insel Usedom Eine Schau der Fleißigen

Insel-Imker bereiten Tag der Deutschen Imkerei vor / Zum zweiten Mal ist das Forstamt Neu Pudagla Partner

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Auf einer Apfelblüte in Lothar Wilkes Garten entstand die Vergrößerung, die die Biene bei der Arbeit zeigt. Fotos (2): Gunnar Gotte

Insel Usedom. Lothar Wilke weiß nicht mehr genau, welcher Professor das gesagt hat: Regionaler Honig sei ein Abbild der nektar- und honigtauspendenden Pflanzen einer bestimmten Region. Das mache den Honig so unverwechselbar. Für Wilke heißt das kurz, dass der Mensch am besten auf Honig aus der eigenen Region anspreche. Auch wenn obendrein jeder Jahrgang, ähnlich wie beim Wein, einen eigenen Charakter habe.

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Insel-Imker bereiten Tag der Deutschen Imkerei vor / Zum zweiten Mal ist das Forstamt Neu Pudagla Partner

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Geschmack aus der Region „Abbild der Region zu sein, kann den Honig aber mitunter auch schädigen“, sagt der Vorsitzende des Imkervereins Insel Usedom. Das sei auch der Grund dafür, weshalb sich rund dreißig Bienenzüchter der Insel zu einem Verein zusammenschlossen. „Es geht uns darum, das öffentliche Interesse für Honigbienen, deren Züchtung und die Produktion von Honig zu wecken und zu schützen“, sagt Wilke, der in diesem Sinne mit seinen Mitstreitern gerade den diesjährigenTag der Deutschen Imkerei vorbereitet. Am 2. Juli wollen sie, mittlerweile zum zweiten Mal am Forstamt Neu Pudagla, zeigen, wie wichtig die Honigbienen als drittwichtigstes landwirtschaftliches Nutztier für das ökologische Gleichgewicht einer Region sind. Neben dem in ganz Deutschland auf drei Millionen Euro geschätzten wirtschaftlichen Wert der Bestäubungsarbeit ist es die Faszination der Beschäftigung mit Bienen und der Geschmacks- und Sortenvielfalt ihres Honigs, die die Imker ihre Gäste an diesem Wochenende erleben lassen wollen.

Auf den Spuren der Bienen „Eingestimmt durch einen Kurzfilm über das Naturgeschenk Honig und ein Gespräch mit Insel-Imkern erleben die Gäste bei einer Waldwanderung von den Bienen bevorzugte blühende Sträucher und Bäume und besuchen einen Bienenstand“, sagt Wilke. Am Nachmittag stellen die Imker ihnen ausgewählte Technik zur Bienenhaltung und -bewirtschaftung vor und beweisen handwerkliches Geschick im Umgang mit den Bienen. Dass verschiedene Honigsorten verkostet und gekauft werden können, gehört ebenso zum Tag der offenen Imkerei. Auf die kleinen Gäste stellen sich die Imker besonders ein. Für sie gibt es bienentypische Mal- und Bastelangebote.

Interessierte, die an diesem Tag verhindert sind, laden die Imker auf den Usedomer Bienenwanderweg zwischen Neu Sallenthin und Zirchow ein. „Schon 2000 haben wir den rund um den Gothenweg führenden Weg geplant, seit 2008 ist er komplett und gibt zahlreiche Informationen zu Bienen und zur Imkerei“, sagt Wilke. Auch dieser per Rad oder Auto zu bewältigende Weg erfülle das Ziel, allgemeines Verständnis für die Bienen und deren Bedürfnisse zu wecken und Landwirte und Gärtner für den maßvollen Umgang mit Pflanzenschutzmitteln zu sensibilisieren.

Verein mit eigenem König Den besten Inselhonig produziert übrigens der Ückeritzer Klaus Behn. Das haben die Inselförster am Rande der Usedomer Wildwochen 2015 herausgeschmeckt. „Probe für Probe haben die Förster anonym verkostet und kamen übereinstimmend zu dem Ergebnis, dass Klaus Behn den Titel Usedomer Imkerkönig verdient hat“, sagt Lothar Wilke, der mit seinem Honig auf dem zweiten Platz landete. „Das wollen wir in diesem Jahr unbedingt wiederholen. Bis August haben die Imker Zeit, dafür Proben abzugeben“, sagt Wilke.

Zeichen der Verbundenheit mit den Förstern ist es auch, dass der jährliche Vereinshöhepunkt, der Imkertag, ebenfalls am Forstamt abgehalten wird. Zu der im Stile einer Vollversammlung abgehaltenen Zusammenkunft werden auch die Unterstützer der Imkerei auf Usedom eingeladen.

Inselverein online

Rund 30 Imker der Insel Usedom haben sich im Imkerverein Insel Usedom e.V. zusammengeschlossen, um gemeinsam das öffentliche Interesse für Honigbienen, deren Züchtung und die Produktion von Honig zu wecken und das Brauchtum der Imkerei zu pflegen. Um ihr Wissen zu fördern, tauschen sich die Inselimker regelmäßig fachlich aus und laden sich kompetente Gäste ein. Gast ist unter anderem Dr. Marc O. Schäfer aus dem Nationalen Referenzlabor für Bienenkrankheiten auf dem Riems.

• www.usedom.imkermv.de

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