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Usedom Eine Stautüte für genervte Kraftfahrer
Vorpommern Usedom Eine Stautüte für genervte Kraftfahrer
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00:20 25.08.2014
Wird verschenkt: eine Stautüte

Sich allsamstäglich in Wolgast an die B 111 zu stellen, um die im Stau stehenden Urlauber zu begrüßen, so etwas kann nur Zeitungs- und Bockwurstverkäufern einfallen — oder eben dem Stadtmarketingverein in Greifswald. Dessen Geschäftsführerin Anja Mirasch geht während der Brückenzüge um 12.45 und 16.45 Uhr auf die Autos zu und bringt den anreisenden Gästen eine sogenannte Stautüte vorbei.

Gut, Bockwurst und Zeitung befinden sich nicht darin, wohl aber viele gute Tipps, was man in Greifswald und in Wolgast alles unternehmen kann. Motto: Strandmüde? Greifswald hat auch schöne Seiten.

„In der Tüte befinden sich ein Faltblatt der Wolgaster Museen, oft auch einer vom Wolgaster Tierpark. Dazu ein Stadtplan von Greifswald mit dem Hinweis, dass weit über 250 Geschäfte und Cafés in der historischen Altstadt zum Shoppen und Verweilen einladen“, berichtet Mirasch. Natürlich fehlen auch Flyer des Theaters Vorpommern in Greifswald und des Elisenparks nicht.

Und die Usedomer Bäderbahn wirbt für ihre Tagesfahrten. Aktuell liegen zudem Hinweise für das Stadtfest zum Geburtstag Caspar David Friedrichs am kommenden Wochenende mit dabei. „Am meisten freuen sich Kinder über den Wasserball in der Tüte“, hat Anja Mirasch mitbekommen. Mit den Tüten sollen — so haben sich die beiden Städte Wolgast und Greifswald besprochen — mehr Touristen in die Städte geholt werden. „Nur wenn wir im Stadtmarketing zusammenarbeiten, können beide Orte davon profitieren. Wir sind aufeinander angewiesen“, ist Mirasch klar.

Seit Beginn der Sommerferien verteilt die Geschäftsführerin des Stadtmarketing-Vereins die Stautüten. Sie wird dabei unterstützt von ihren Kindern und von studentischen Hilfskräften, die während des Brückenzuges direkt bis zur Peenebrücke laufen und auch dort die Hinweise an den Mann und die Frau bringen. Vorgestern waren es 800 Tüten, die verteilt wurden. „Als alle Bundesländer zur gleichen Zeit Ferien hatten, war noch mehr los, da hatten wir die doppelte Menge an Stautüten dabei und sind alle los geworden“, berichtet sie. Jetzt merke man allerdings schon, dass es wegen des Schulbeginns weniger Urlauber geworden sind.

Wie reagieren die Autofahrer auf die Idee mit der Tüte? Durchweg positiv, gibt Anja Mirasch die Antwort. Nur ganz wenige würden die Autofenster nicht herunterlassen oder sie gar mit der entsprechenden Handbewegung wegscheuchen. „Damit muss man leben können, wir wollen ja auch niemand zwingen, uns etwas abzunehmen“, so die Marketingexpertin.

André Heller, der am Samstag mit seiner Familie aus Zittau an die Ostsee kam, findet die Idee mit der Stautüte klasse. „Wir wollen zwar vorwiegend den Strand und das Meer genießen, aber ein paar nützliche Tipps, was man sich noch so anschauen kann in der Gegend sind für uns willkommene Abwechslung.“ Auch seine Frau Katja Karbstein freut sich ebenso wie die 14-jährige Tochter Paula Wagner über diese freundliche Einladung. „Da spürt man, dass man willkommen ist“, meint die junge Familie. Nur der 14 Monate alte Max kann noch nichts sagen. Er strahlt aber übers ganze Gesicht, als die Schwester den Wasserball aufbläst.

„Wir wünschen uns, dass im kommenden Jahr weitere Unternehmen aus Wolgast und Greifswald unsere Aktion unterstützen und die Tüte dann noch ein bisschen praller wird“, hofft die Geschäftsführerin.

Beide Orte profitieren von der Zusammenarbeit.“Anja Mirasch, Stadtmarketingverein



Cornelia Meerkatz

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