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Usedom Eine Tour, die Mut machen soll
Vorpommern Usedom Eine Tour, die Mut machen soll
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00:00 12.07.2018
Kurzer Halt vor den Toren von Wolgast. Quelle: Foto: Stefan Brümmer
Wolgast

Sie fahren kreuz und quer durch die Republik und sind als Wanderer, mit dem Kanu oder mit dem Rad unterwegs. Was alle eint, ist eine Krankheit: Depression.

Die „Mut-Tour 2018“ ist ein Aktionsprogramm, das sich seit 2012 durch Deutschland bewegt und einen Beitrag zur Entstigmatisierung der Depression als Erkrankung leistet.

Schon seit 2012 ist auch Stefanie Vilsmaier aus Darmstadt dabei. Gestern hatte ihr Team in Wolgast Station gemacht. Ihr Team, das sind sechs Radfahrer mit drei Tandemrädern und drei Zelten. „Die Leute vom Wolgaster Kanu-Verein waren so nett und haben uns ihr Gelände zum Zelten angeboten, herzlichen Dank dafür“, sagt die junge Frau. Radfahren sei übrigens das Kerngeschäft der Mut-Tour.

Täglich fahre das Sechserteam etwa um die 70 Kilometer. Gestartet ist die Truppe in Stralsund, dann wurden Greifswald und Wolgast angesteuert. Gestern, am Regentag, ging es nach Ueckermünde – „wir sind nicht wasserscheu.“ Noch bis Sonntag treten die drei Frauen und Männer in die Pedalen. „Unsere Botschaft ist, dass Bewegung in der Gruppe und in der Natur hilft, Depressionen entgegenzuwirken.

Uns ist es besonders wichtig, ohne Scham über die Krankheit zu sprechen.“ Die Teilnehmer nehmen also offen das „D-Wort“ in den Mund und tragen ihren unverkrampften Umgang mit der Erkrankung nach außen. Damit möchten sie Ängste und Vorurteile abbauen. Insofern ist der Name Programm: Mutige Teilnehmer möchten anderen Menschen Mut machen. Die Perspektive ist es, einmal in einer Gesellschaft zu leben, in der sowohl betroffene als auch nicht-betroffene Personen angst- und schamfrei mit psychischen Erkrankungen umgehen können.

Wichtig ist den Betroffenen, den Tag bewusst zu strukturieren. Es wird auch selbst gekocht. Möglich machen die Mut-Tour mehrere Partner, wie die Deutsche Depressionsliga, die Aktion Mensch, Barmer Krankenkasse, Deutsche Rentenversicherung oder Stiftungen. Bis 2017 haben insgesamt 134 depressionserfahrene und -unerfahrene Menschen über 25 000 Kilometer zurückgelegt. Bei der Tour in diesem Jahr kommen 5250 Kilometer hinzu. Insgesamt 33 Frauen und 27 Männer nehmen daran in Deutschland teil.

Stefan Brümmer

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