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Eine Zukunft für das Schloss Wrangelsburg

Wrangelsburg Eine Zukunft für das Schloss Wrangelsburg

Neubrandenburger Unternehmer Gerd von Poblotzki will das historische Gebäude wiederbeleben

Wrangelsburg. Das historische Schloss Wrangelsburg soll schon bald wieder in alter Schönheit erstrahlen. Sogar der historische Turm soll wieder errichtet werden. Das jedenfalls hat der künftige neue Besitzer des Gebäudes, der Neubrandenburger Unternehmer Gerd von Poblotzki, angekündigt. Seit gestern weiß er, dass er das historische Gebäude vom Energiekonzern EWE kaufen kann. Dieser hatte Schloss Wrangelsburg 2012 von der Gemeinde erworben, weil geplant war, nahe Züssow einen großen unterirdischen Gasspeicher zu errichten. Das Haus wollte der Konzern für seine Mitarbeiter nutzen und hatte in diesem Zusammenhang zugesichert, es innerhalb von fünf Jahren zu sanieren. Zwar wurden alle notwendigen Instandhaltungsmaßnahmen durchgeführt, um das Gebäude nicht dem weiteren Verfall preiszugeben, die Sanierung selbst blieb aber aus.

Nun also die Veräußerung durch EWE an Familie von Poblotzki, die dafür einen siebenstelligen Betrag aufbringen muss. „Wir konnten für die Finanzierung die Sparkasse Neubrandenburg gewinnen“, sagt der künftige Eigentümer. Zudem war es erforderlich, dass die Gemeinde auf ihr Vorkaufsrecht verzichtet und so den Weg für den Neuanfang frei macht. „Ich habe gestern erfahren, dass das geschehen ist“, freut sich Gerd von Poblotzki, der mit seiner Ehefrau Katrin noch vor Ostern die Gemeindevertreter über ihr künftiges Nutzungskonzept für das Schloss informierte. „Wir möchten das Gebäude ausschließlich für private Wohnzwecke nutzen“, schildert von Poblotzki. Auch einer seiner beiden erwachsenen Söhne möchte mit einziehen.

Auf das Schloss sei die Familie bei einem Ausflug aufmerksam geworden und hätte sich sofort dafür begeistert. „Wir haben ein Faible für alte Schlösser und Gutshäuser und mit unserer Immobilien-Firma auch schon mehrere dieser Gebäude nach jahrelangem Leerstand instandgesetzt“, sagt der Noch-Neubrandenburger, der auch dort geboren ist. „Wir wollen dieses unwiderbringliche Bauwerk für nachfolgende Generationen erhalten“, nennen er als Grund für das Engagement in Wrangelsburg.

Es gebe für das Schloss, wie bei allen seinen Objekten, einen konkreten Zeitplan. „Wir wollen noch in diesem Jahr nach Erteilung der erforderlichen Genehmigungen durch das Bauamt und die Denkmalschutzbehörde mit den Arbeiten beginnen. Zuerst werden die Sanierung des Daches und der Wiederaufbau des Turmes in Angriff genommen“, so der künftige Eigentümer. Im kommenden Jahr will er die Fassade wiederherstellen und alle Fenster erneuern lassen. „Außerdem planen wir die Instandsetzung bzw. den Neubau aller Terrassen nach historischem Vorbild und wollen mit den Innenarbeiten beginnen“, so von Poblotzki. Bis Ende 2019 soll die Sanierung des Schlosses abgeschlossen sein und auch die Parkanlage nach den Vorgaben des Denkmalschutzes hergerichtet sein.

Sichtlich zufrieden ist Wrangelsburgs Bürgermeister Andreas Juds, der nun endlich wieder für das geschichtsträchtige Schloss eine Zukunft sieht. Das Ehepaar sicherte der Gemeindevertretung zudem die öffentliche Nutzung eines Teils des Parkes zu. „Damit können dort weiter Sommer- und Dorffeste, Hochzeiten und Jubiläen gefeiert werden“, sagt er. Auch andere Gemeindevertreter freuen sich, dass ein Investor gefunden wurde, der zudem aus der Region stammt. Zurzeit befinden sich über 87500 Quadratmeter Grundstücksfläche, 19200 Quadratmeter Einzelhandels-, Hallen- und Büroflächen im Eigentum der Gerd von Poblotzki Immobilien-Company. Nach Angaben des Eigentümers seien 85 Prozent langfristig vermietet.

Cornelia Meerkatz

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