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Usedom Eingesperrte Tauben bewegen Swinemünder
Vorpommern Usedom Eingesperrte Tauben bewegen Swinemünder
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00:00 31.05.2016

Swinemünde. Die Geschichte von Tauben, die in einem Lüftungsschacht gefangen waren, bewegt jetzt viele Bewohner aus Swinemünde. Die Vögel überlebten nur, weil ihnen andere Tauben mehrere Tage lang Nahrung gebracht hatten. Inzwischen sind sie wieder frei.

Ich war davon überzeugt, dass sich im Schacht keine Tiere mehr befinden.“Norbert Martynik, Auftragnehmer

Was war passiert? Bewohner des Hauses in der Sikorskiego Straße 2 in Swinemünde beschwerten sich bei den Behörden, dass seit einiger Zeit Tauben in die Lüftungsöffnungen fliegen, sich auf die Balkonränder setzen und diese verschmutzen. Daraufhin wurde ein Unternehmen beauftragt, Ordnung zu schaffen. Der Auftragnehmer brachte vor den Lüftungen Netze an. Doch im Schacht befanden sich zu der Zeit noch ein paar Tauben und Nester.

Mit der Sache beschäftigt sich nun die Regionaldirektion für Umweltschutz in Stettin. Dem Gebäudeverwalter droht eine Geldstrafe. Denn in Polen ist die Stadttaube eine teilweise geschützte Art.

Eine Nachbarin beobachtete das Treiben der Tiere und alarmierte die Polizei. „Jeden Tag sehe ich, wie sie ihre Köpfe ans Netz pressen und freifliegende Vögel ihnen Nahrung bringen. Nicht ausgeschlossen, dass drinnen noch Junge waren, die von der Mutter gefüttert werden. Mein Kind sieht es und weint“, sagte die Nachbarin.

Vor Ort erschien die Feuerwehr, die in solchen Fällen hilfsbereit ist. Dieses Mal gab es jedoch ein Problem. Wie Wehrführer Marcin Kubas informierte, konnte das schwere Fahrzeug nicht vor das Wohngebäude vorfahren, da der Boden sonst absacken würde. Deshalb wurde vereinbart, dass sich die Wohnungsgesellschaft und die Bewohner selbst kümmern. Der Auftragnehmer, der die Öffnungen zugemacht hatte, verfüge über eine spezielle Ausrüstung, mit der er die schwer zugänglichen Stellen erreichen kann. Auch die Bewohner, die sich früher über die Tauben beschwerten, hofften auf eine zügige Befreiung.

Wohnungsverwalter ist die Firma Domus. Ihr Vertreter Leszek Grabowski versprach, die Angelegenheit dem Auftragnehmer zu melden. Dieser versicherte, dass das Netz entfernt wird, was dann auch geschehen ist. „Die Bewohner des Gebäudes wollten, dass ich den Auftrag durchführe, denn die Vögel haben sie sehr gestört. Ich war davon überzeugt, dass dort keine Tiere mehr sind“, versicherte Norbert Martynik von der beauftragten Firma.

Das Thema hatte auch das Interesse der Stiftung „Animals Przystan Swinoujscie“ geweckt. Deren Vorsitzende Beata Kastrau setzte sich dafür ein, dass die Vögel ohne Schaden aus der Sache kommen.

In der Regionaldirektion für Umweltschutz in Stettin ist das Thema noch nicht durch: „Wir haben die Polizei und den Bezirksinspektor der Bauaufsicht benachrichtigt. Man darf keine Lebensräume von Tauben zerstören, beschädigen oder den Zugang blockieren. Bei jeglichen notwendigen Arbeiten, die den Zugang zu Lebensräumen der Stadttauben beeinträchtigen oder blockieren könnten, sollte eine ornithologische Expertise durchgeführt werden. Der Verwalter hat an uns keinen Antrag in dieser Sache gestellt“, sagt Sprecherin Anna Wachowicz.

Radek Jagielski

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