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Usedom „Einsatzkräfte der Feuerwehr haben richtig entschieden“
Vorpommern Usedom „Einsatzkräfte der Feuerwehr haben richtig entschieden“
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00:00 26.02.2014
Ulf Borchardt

Auch vier Tage nach dem Großbrand in Stubbenfelde, bei dem ein neu errichtetes Ökoholzhaus Opfer der Flammen wurde, ist das Feuer noch in aller Munde. Besonders die Löschtrupps, die am Sonnabend stundenlang im Einsatz waren, sind betroffen, dass sie das Haus nicht retten konnten. „Die Einsatzkräfte haben bis zum Erschöpfen gekämpft. Dass am Ende nur Schutt und Asche übrig geblieben sind, stellt keinen zufrieden“, sagt Ulf Borchardt, Wehrleiter des Amtes Usedom Süd. Er saß am Montagabend noch einmal mit der Brandeinsatzleitung und Loddins Bürgermeisterin Lorina Bremer zusammen, um das Geschehen auszuwerten. Die an der Arbeit der Brandschützer laut gewordene Kritik weist er dennoch zurück: „Alle dokumentierten zeitlichen Abläufe zeigen, dass die Einsatzkräfte vor Ort nach bestem Wissen und Gewissen gearbeitet haben. Die Entscheidungen, die getroffen wurden, waren zum jeweiligen Zeitpunkt die richtigen“, stellt der Amtswehrführer unmissverständlich fest. Um 17.42 Uhr sei der Leitstelle gemeldet worden, dass das Feuer gelöscht und eine Brandwache vor Ort eingerichtet wurde, erklärt Borchardt. Die eingesetzten Feuerwehrleute hätten das Gebäude gesichert und mit dem Brandursachenermittler der Polizei und dem Eigentümer mehrfach das Haus begutachtet. „Da um 21.09 Uhr keine nennenswerte Wärme und kein Qualm mehr zu verzeichnen waren, hat die Feuerwehr das Objekt wieder an den Besitzer übergeben und ist abgerückt“, erläutert er.

Damit sei der Hausbesitzer zuständig gewesen, sein Eigentum die Nacht über weiter zu kontrollieren und nicht die Feuerwehr. „Wenn es dann fünf Stunden später wieder brennt, kann man nicht die zuvor aufopfernd kämpfenden Kameraden dafür verantwortlich machen“, spricht Borchardt Klartext. Ursache für den erneuten Brand könne nach seinen Worten in dem speziell gedämmten Ökohaus zwar ein unentdecktes Glutnest gewesen sein, aber ebenso eine andere Ursache. „Es ist im Nachhinein müßig, das herausfinden zu wollen.“

Für den Amtswehrführer steht nach Einsichtnahme in alle Protokolle fest, dass die Löschtrupps alles in ihren Kräften stehende getan haben, um den Brand unter Kontrolle zu bekommen: „Dass wir das Haus nicht retten konnten, ist für die ehrenamtlichen Feuerwehrkräfte bitter. Aber die getroffenen Entscheidungen der Einsatzkräfte waren richtig und sind nicht zu beanstanden.“



Cornelia Meerkatz

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