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Usedom Elektromobilität könnte Insel-Verkehrsprobleme lösen
Vorpommern Usedom Elektromobilität könnte Insel-Verkehrsprobleme lösen
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00:05 06.05.2017
Ückeritz

Toni Schulz (29) schwirrt zunächst einmal ordentlich der Kopf. Und das kommt nicht nur von der Erkältung, die er sich auf der derzeit etwas unterkühlten Sonneninsel eingefangen hat. Natürlich spielen daneben auch die zahllosen Informationen, umfangreichen Vertragsunterlagen, Pläne und Termine eine Rolle, die in der ersten Arbeitswoche auf den neuen Kurdirektor eingeprasselt sind.

Toni Schulz (r.) steht dem Eigenbetrieb der Gemeinde Ückeritz seit Dienstag dieser Woche vor. Mit Bürgermeister Axel Kindler (i.B.) sowie 30 Mitarbeitern freut er sich auf ein ergebnisorientiertes Teamwork. Quelle: Foto: Steffen Adler

Ist der „Neue“ denn nun Kurdirektor oder Kurleiter, da ist er sich mit Bürgermeister Axel Kindler noch nicht ganz einig. Doch der Titel sei zweitrangig. Den jungen Mann, der aus Gräfenhainichen kommt und in der Lutherstadt Wittenberg geboren wurde, begegnen zunächst ganz andere Forderungen. „Ich will klare Strukturen schaffen, die die Aufgabenverteilung im Eigenbetrieb klären und zugleich den Mitarbeitern Möglichkeiten bieten, sich einzubringen“, stellt er seine Strategie vor. Das Ückeritzer Team habe ihn super aufgenommen, er bekomme täglich mehr Input und fühle sich inzwischen menschlich bereits am richtigen Platz. Unter anderem auch, weil es schnell mit einer eigenen Wohnung im Ostseebad geklappt habe. „Und das, obwohl die Wohnungssituation auf Usedom ja eine sehr schwierige ist“, weiß der Single schon um die örtlichen Gegebenheiten.

Ob es künftig eine multifunktionale Eishalle oder aber einen Indoorspielplatz geben wird, mit denen Ückeritz um neue Gäste werben will, sei vorerst dahingestellt. Man ist im Gespräch, auch mit dem Forstamt, hat Ideen und ist weit davon entfernt, alles, was andere schon gemacht haben, abzukupfern. „Wir wollen was Eigenes“, sagen Kindler und Schulz. Im Fokus des Eigenbetriebschefs steht zunächst der Campingplatz, seine Gestaltung und Aufwertung. Mit der Rezeptionserweiterung soll schon im Herbst losgelegt werden, Sanitäreinrichtungen dürften bald folgen. Wieder in Gang zu bringen sei die regelmäßige Runde der Verantwortlichen aus den vier Bernsteinbädern, worum sich Ückeritz als Gemeinde verdient machen wolle. Auch gab es doch hier mal einen Marketingbeirat ...

Schulz ist ein sportlicher Typ, ein Vereinsmensch und ein Naturliebhaber mit einem ausgeprägten grünen Daumen. Deshalb wünscht er sich mehr Blumen, Licht und natürliche Farbe in seinem neuen Wohnort. „Ein grünes Ückeritz, das ist doch machbar“, formuliert er mit Blick auf die örtlichen Vereine und Vermieter. Und noch eine Überlegung nennt er freimütig: „E-Autos, E-Boote, E-Bikes – damit wären wir deutschlandweit Spitze. Und das könnte manches Problem auf der Insel lösen.“ Visionen und Mut bringt er also mit.

Steffen Adler

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