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Usedom Elfter Weltmeister gesucht
Vorpommern Usedom Elfter Weltmeister gesucht
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00:00 25.01.2018
Die Landesregierung soll endlich handeln und sich für die Südanbindung Usedoms per Eisenbahn ins Zeug legen. Das forderten gestern Demonstranten von der Insel vorm Schweriner Schloss und Landtag. Sie sehen Usedom von der Politik benachteiligt. Quelle: Foto: Cornelius Kettler
Ahlbeck

Es ist bereits die 17. Auflage des Usedomer Winterstrandkorbfestes und die 11. Strandkorb-Weltmeisterschaft. Und dennoch eine Premiere. Denn der Chef de Mission, Mayk Borchardt, und sein Team gastieren zum ersten Mal als Gäste des Eigenbetriebes am Strand von Ahlbeck. Dafür aber gleich mit voller Power.

Usedomer Strandkorbfest steigt ab morgen erstmals am Ahlbecker Strand

Links der Seebrücke wird seit gestern eine WM-Arena in den Strandsand gesetzt, die nahezu doppelt so groß ist als die bisherige. „Wir kriegen damit mehr als 1000 Zuschauer auf die Traversen, schaffen für alle beste Bedingungen, die Rennen uneingeschränkt beobachten zu können“, erklärt Borchardt, Erfinder des Events. Für die drei Tribünenbereiche (nur Richtung Osten/Seebrücke ist die Arena offen) gibt es unterschiedlich farbige Armbänder, der Eintritt ist jedoch für alle Besucher frei.

Während die Eröffnung morgen Nachmittag gegen 16 Uhr offiziell vollzogen wird, beginnen eine Stunde später die ersten Qualifikationsrennen der Zweier-Teams unter Flutlicht; diesmal als obligatorische Vorläufe für die Finals am Sonnabend ab 15 Uhr. Nur die Sieger kommen weiter. Das Orga- Team rechnet mit mehr Startern als bisher, darunter auch wieder erfahrene Crews von der gastgebenden Insel Usedom, die im Vorjahr mit Patrick Lehmann und Robert Ninas (Zinnowitz) die Weltmeister stellten. Der Weltrekord über die 20-Meter-Strecke im Sand liegt bei 4,91 Sekunden, gelaufen von Hendryk Schimansky und Mayk Borchardt.

Über die Piste geschleppt werden muss dabei allerdings ein 60 bis 70 Kilogramm schwerer Strandkorb, je nach dem Feuchtigkeitsgehalt des Holzes. Die beiden Rennkörbe (MV tut gut) werden übrigens vom Landesmarketing zur Verfügung gestellt. Teams tun gut daran, sich aus einigermaßen gleich großen Wettkämpfern zu bilden, um bei vergleichbarer Muskelkraft und Schrittlänge das Gleichgewicht gut zu halten. Ansonsten droht die Bauchlandung im Strandsand.+

Aus dem umfänglichen Rahmenprogramm, inklusive einer Kinder-

Strand-Olympiade am Samstag ab 10.30 Uhr sowie Wettkämpfen der Vereine ab 14 Uhr ragen die abendlichen Partys im beheizten Festzelt heraus. Für die richtige Stimmung sorgen morgen die „Ohrwürmer“

und am Samstag „Eiszeit“ mit Rockmusik aus vier Jahrzehnten und einem Tribute an Peter Maffay. Dazu kommt eine Feuer- und Lasershow. Bevor am Sonntagnachmittag der Usedomer Shantychor singt, gibt es einen Gottesdienst am Meer. Um 14 Uhr treffen sich die Unerschrockenen zum Winterbaden in der Ostsee.

Vorm Schloss: Insulaner fordern Bahnanschluss

Für die Wiederinbetriebnahme der südlichen Bahnanbindung Usedom via Karniner Brücke haben gestern Vormittag rund 40 Insulaner vorm Schweriner Schloss demonstriert. Ein Usedomer Aktionsbündnis macht damit weiteren Druck auf den Landtag und die Regierung von MV, sich für die Wiederherstellung einer schnellen Bahnverbindung nach Berlin zu engagieren.

Nachdem das Vorhaben aus dem Bundesverkehrswegeplan gestrichen wurde, müsse jetzt das Land die Federführung bei der Planung übernehmen, sagte der Sprecher der Usedomer Eisenbahnfreunde, Dr. Günther Jikeli (SPD), während des gestrigen Protestes, der sich gegen die vermeintliche Untätigkeit des Kabinetts richtete.

Seit den 1870er Jahren war die Ostseeinsel mit Berlin durch eine direkte Bahntrasse verbunden, dank der die Hauptstädter ihre „Badewanne“ Usedom innerhalb von gut zwei Stunden erreichten. Seit der Sprengung einer Brücke kurz vor Kriegsende brauchen Bahnreisende fast vier Stunden von Berlin nach Usedom und umgekehrt.

Steffen Adler

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