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Usedom Ende Juni wieder freie Fahrt auf der Bundesstraße 111
Vorpommern Usedom Ende Juni wieder freie Fahrt auf der Bundesstraße 111
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00:05 20.06.2017
Lokalpolitiker, Anwohner, Planer, Vertreter des Landkreises und Unternehmer trafen sich gestern auf der Baustelle. Quelle: Foto: He

Den 30. Juni können sich die staugeplagten Autofahrer auf der Insel Usedom ganz dick im Kalender anstreichen. Dann verschwindet die Ampel an der Bundesstraße 111, die derzeit den Verkehr von Zinnowitz in den Neuendorfer Weg nach Lütow regelt. Das verkündete gestern Jan Schnürle, Planer und Geschäftsführer des Wolgaster Ingenieurbüros für Bautechnik in Zinnowitz.

Im Herbst fertig

Am 15. September soll die Straße nach Lütow samt neuer Beleuchtung fertiggestellt sein. Das Auftragsvolumen beträgt rund 1,7 Millionen Euro. Bei den Planungen ist man noch von 1,5 Millionen Euro ausgegangen. Durch unerwartete Mehrleistungen gingen die Kosten in die Höhe. Die zu sanierende Strecke ist 1144 Meter lang.

Am Vormittag kamen Vertreter des Landkreises, der Planer, Hoteliers, Unternehmer und betroffene Anwohner auf der Baustelle zusammen, um Informationen aus erster Hand zu bekommen. Initiator dieses Treffens war das Kreistagsmitglied Dr. Günther Jikeli (SPD). Schnürle bestätigte, dass die Sanierung bislang im Plan liegt. „Unser Ziel war es, dass der Verkehr auf der B 111 im Juli wieder flüssiger rollt“, sagte er. Die bisherige Behelfsstraße solle ebenfalls im Juli zurückgebaut werden.

Während der Bauphase stießen die Arbeiter jedoch immer wieder an Punkte, die einen nicht optimalen Bauverlauf zuließen. „Ob Gas, Wasser oder Telefonleitungen – jeder musste noch sein Medium in der Erde verlegen“, erläuterte Jan Schnürle weiter. Auch mit dem Beginn des nächsten Monats sind die Arbeiten noch nicht komplett beendet. „Im Neuendorfer Weg fehlen unter anderem noch die Straßenbeleuchtung durch die Gemeinde, die Schwarzdecke und die Bankette“, erklärte der Fachmann. „Der Verkehr wird weiterhin durch eine Ampel geregelt, allerdings nicht mehr auf der B 111.“

Café-Betreiber Karsten Bauckhage aus Neuendorf beschäftigt die Baustelle mehrmals täglich. „Nachdem wir mit verschiedenen Mitteln Druck aufgebaut haben, bin ich froh, dass nun am Freitag länger und zusätzlich am Sonnabend gearbeitet wird“, sagte er. Er kritisierte in der Vergangenheit oft die seiner Ansicht nach nicht hinreichende Beschilderung der Strecke, leider sehr oft zum Nachteil der Radfahrer.

Auch wenn die Ampel bald verschwindet, viel Zeit zum Luftholen bleibt den Zinnowitzern nicht. Mit der Sanierung des Möskenweges wirft das nächste Großprojekt seine Schatten voraus. Eine Bauzeit von drei Jahren wurde dafür veranschlagt. „Derzeit läuft noch die baufachliche Prüfung. Einen konkreten Baubeginn gibt es noch nicht“, hieß es gestern auf Nachfrage aus dem Amt Usedom Nord. In Zinnowitz kommt noch eine weitere Baustelle auf die Autofahrer zu. Wie Bürgermeister Peter Usemann mitteilte, soll Anfang Juli mit dem Bau des Dannweges begonnen werden. „Wir fangen auf Höhe des griechischen Restaurants in der Dr. Wachsmann-Straße an“, erklärte er. Dass die Bauarbeiten in die Hochsaison fallen, konnte er nicht verhindern: „Die Fördermittel, die wir für die Sanierung bekommen, sind zeitlich gebunden. Im Herbst wäre es zu spät.“ Die Kreuzung werde mehrtägig komplett gesperrt.

Auf Anregung von Günther Jikeli soll die Baustelle im Neuendorfer Weg heute nochmal Thema im Tourismusausschuss des Landkreises Vorpommern-Greifswald werden.

Hannes Ewert

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