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Usedom Endstation Umschulung
Vorpommern Usedom Endstation Umschulung
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04:00 28.05.2013

Eltern werfen der Europäischen Gesamtschule Ahlbeck Fehlverhalten vor. So schildert Annette Lüdtke aus Heringsdorf, dass ihr Sohn, der an Epilepsie erkrankt ist, zwei Jahre lang gemobbt wurde. „Was hinter den Mauern passiert, ist menschenverachtend“, sagt sie. Mitschüler hätten unter anderem im Umkleideraum mit Deospray und Feuerzeug Stichflammen erzeugt, was bei ihrem Sohn Krämpfe ausgelöst hätte. „Hilfe durch Lehrer gab es nicht, sie wollten das Problem einfach nicht sehen.“ Im Zuge darauf reichte sie eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen eine Sportlehrerin beim Schulamt in Greifswald ein,die nach ihrer Aussage bis heute unbeantwortet blieb.

Im Schulamt Greifswald ist der Fall bekannt. Man wolle den Sachstand prüfen, hieß es, der Presse jedoch keine Auskunft geben. Laut Schulleiter Jürgen Räsch sei die Beschwerde bearbeitet worden und Annette Lüdtke habe eine Antwort erhalten. Eine Aufarbeitung gestalte sich jedoch schwierig, da der Sohn nicht mehr an der Schule unterrichtet werde und sich die betroffene Lehrerin ein Jahr Auszeit vom Unterricht genommen hätte.

„Mein Kind betritt diese Schule nicht mehr“, sagt Lüdtke. „Therapeuten haben ihm massive Schulangst attestiert. Es leidet noch immer an den Konsequenzen.“ Das Kind wurde im vergangenen Herbst nach Ückeritz umgeschult.

Von ihren Erfahrungen berichtet auch ein Elternpaar aus Heringsdorf (Name ist der Redaktion bekannt), das aus Angst vor Konsequenzen lieber anonym bleiben will. Ihre Tochter besuchte bis zum Ende des vergangenen Schuljahres die Schule. „Sie ging regelmäßig mit Angst in den Unterricht und berichtete, dass Lärm und Tumult eher die Regel als Ausnahme waren. Über Schüler-Mobbing und Cliquenbildung sah die Lehrerschaft hinweg.“ Seitdem das Paar das Kind umgeschult hätte, sei es ein glücklicheres und selbstbewusstes Mädchen geworden, was sich auch in den schulischen Leistungen niederschlage.

„Sie geht jetzt gern zur Schule. Wir hätten es nie für möglich gehalten, dass eine Veränderung des Lernumfeldes soviel bewirken kann. Wir haben damals nicht den Mund aufgemacht, weil wir Nachteile befürchteten und Sorge hatten, dass unser Kind es dann noch schwerer haben wird.“

Die Lehrer wollten das Problem einfach nicht sehen.“

Annette Lüdtke, Heringsdorf

ibu

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