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Usedom Erholung an der Wolgaster Kaikante
Vorpommern Usedom Erholung an der Wolgaster Kaikante
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00:05 14.10.2017
Frank Kopicki, einer der beiden Grundstückspächter, und seine Mutter Bärbel auf dem idyllischen Geländestreifen am Peenestromufer, der nun der Erholung dient. Quelle: Foto: Tom Schröter
Wolgast

Viele Jahre lang war das Gelände der ehemaligen Strommeisterei an der Straße Am Strom in Wolgast ungenutzt. Das einstige Wohnhaus des Strommeisters stand leer und auf dem Terrain wucherten Unkraut und Gestrüpp. 2015 pachteten Frank Kopicki und ein Kompagnon den direkt am Peenestrom gelegenen Geländestreifen vom Wasser- und Schifffahrtsamt Stralsund.

Schrittweise machten sie das Areal urbar. Nun befindet sich hier der Campingplatz „Peenecamp“, der aktuell über 40 Stellplätze für Wohnmobile oder -wagen sowie über mehrere Bootsliegeplätze und einen eigenen Wasserzugang mit einer Slipbahn verfügt. „Das Wohnhaus, in dem es bei Hochwasser immer Probleme mit eindringender Feuchtigkeit gab, wurde vom Wasser- und Schifffahrtsamt abgerissen“, berichtet Kopicki. Für die schrittweise Beräumung und das notwendige Einebnen des etwa 5000 Quadratmeter großen Grundstücks hätten dann er und sein Geschäftspartner gesorgt. „Wir haben auch die Kaikante befestigt, Strom und Wasser zum Gelände legen lassen, Toiletten mit einer Hebeanlage installiert und auch eine Entsorgungsmöglichkeit für Wohnwagen geschaffen“, so der 37-Jährige.

In diesem Jahr startete das „Peenecamp“ dann in die erste große Sommersaison. Campingfreunde aus ganz Deutschland, die im Internet auf den idyllischen Wolgaster Stellplatz gestoßen waren, ließen sich mit Zelten und Wagen oberhalb der Kaikante nieder. „Vor allem Angler kommen zu uns“, berichtet Kopicki. Allesamt handele es sich um Gäste, die abseits des Trubels die Ruhe und die Nähe zum Wasser suchten. Madlen Mahnert aus Greifswald ist Kauffrau im Einzelhandel und im Nebenerwerb für den Betrieb des Campingplatzes verantwortlich. „Wir möchten in unserer Anlage in Wolgast keinen Massentourismus, sondern jeder soll sich bei uns wohlfühlen und Ruhe und Erholung finden“, betont sie.

Unterdessen bemühen sich die beiden Pächter derzeit um den Ankauf eines benachbarten, etwa 2500 Quadratmeter großen Grundstücks, das der Stadt gehört. Gerne würden sie das „Peenecamp“ um diesen ebenfalls seit langem brach liegenden Flecken erweitern, der sich in direkter Nachbarschaft zum Gelände der ehemaligen Wolgaster Gasanstalt befindet. In den Ausschüssen der Stadtvertretung wird aktuell über die Kaufabsicht beraten.

Der gelernte Maurer Frank Kopicki ist unternehmerisch vielseitig aktiv. Seit Juni 2010 betreibt er in einer Halle am Südhafen die Firma Sandstrahlen/Industrie & Schiffsmalerei. 2013 richtete er in der benachbarten, etwa 2000 Quadratmeter großen Werkhalle der einstigen Metallbaufirma Rex ein Winterlager für Segel- und Motorboote ein. In der Halle und auf dem rund 3000 Quadratmeter großen Außengelände überdauern inzwischen jeweils über 70 Boote sicher die kalte Jahreszeit. Kopickis BootsCenter mauserte sich zu einem Werftbetrieb, der auch Reparaturen und Lackierarbeiten erledigt. Drei festangestellte Mitarbeiter kümmern sich um die Kundschaft. „Die Nachfrage nach Winterlager-Plätzen ist größer als das Angebot“, berichtet der Inhaber. Deshalb habe er am Wolgaster Stadthafen jetzt eine weitere Halle angemietet.

Tom Schröter

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