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Usedom Erlebnisreiche Tour zur Bernsteinküste
Vorpommern Usedom Erlebnisreiche Tour zur Bernsteinküste
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00:00 09.02.2017
Franz Jeschek am heimischen Tisch bei der Präsentation mehrerer kleiner Bernsteine und seines stattlichsten Exemplars, einem 455 Gramm schweren Brocken. Quelle: Foto: Peter Machule

Franz Jeschek aus Koserow schätzt Ausflüge in die Natur. Ob Erlebnistouren mit dem Inselsafari-Jeep durch die malerische Usedomer Schweiz entlang der beiden Krebsseen zum Wasserschloss Mellenthin, zum Teufelsstein am Achterwasser bei Pudagla oder wie im vergangenen Sommer, als er das alte Ostpreußen bereiste. „Wir waren insgesamt 40 Personen, davon 15 aus Koserow, die mit dem ortsansässigen Busunternehmen Reule dort hinfuhren“, blickt der promovierte Naturwissenschaftler zurück.

Während der fünftägigen Tour standen mehrere Ausflüge auf dem Programm. „Wir besuchten Kaliningrad, das ehemalige Königsberg, erkundeten die so genannte Bernsteinküste entlang der Kurischen Nehrung und schauten uns in der Stadt Pillau um, dem heutigen Baltisk, das lange Zeit als militärisches Sperrgebiet galt“, erzählt der zweifache Familienvater. An Ort und Stelle sammelte der Usedomer viele Bernsteine, zumeist kleine Exemplare von einem halben Zentimeter Durchmesser. „Die lagen dort am Strand einfach so herum, so wie bei uns die Muscheln“, schildert er. „Im Ort Jantarny im Kaliningrader Gebiet wird der Bernstein sogar im Tagebau gefördert. Dabei wird die blaue, lehmhaltige Erde mit einem starken Wasserstrahl ausgespült – eine tolle Attraktion für uns als Urlauber“, erzählt der Insulaner. „Die Mitarbeiter dort bauen in der Zeit von März bis Oktober etwa 400 Tonnen Bernstein ab, also etwa zwei Tonnen pro Tag“, hat der 70-Jährige von Einheimischen erfahren.

In einem der zahlreichen Bernstein-Geschäfte kaufte der Koserower für seine Ehefrau Martina eine Kette mit einem Bernsteinanhänger von 50 Gramm Gewicht – als Erinnerung an die schöne Reise.

„Derzeit“, so berichtet er weiter, „bewegen sich die Bernstein-Preise je nach Größe bei etwa 1,50 Euro pro Gramm.“ Das „Gold des Meeres“ hat es Franz Jeschek angetan. Bei Ausflügen an den heimischen Ostseestrand wurde er selber etliche Male fündig. Der größte in seinem Besitz befindliche Bernstein wiegt stattliche 455 Gramm und war ein Erbstück seines Schwiegervaters Hans Drews.

Die Ostpreußen-Tour führte auch ins einstige Ostseebad Rauschen und in die nicht nur wegen ihres Käses bekannte Stadt Tilsit, dem heutigen Sowjetsk, nahe der EU-Außengrenze zu Litauen. „Dort besuchten wir eine Kirche, in der die Chormitglieder unserer Reisegruppe das in dieser Gegend entstandene Lied ,Ännchen von Tharau’ anstimmten“, so Jeschek. Am letzten Reisetag folgte ein Besuch der Vogelwarte in Rossiten, wo die Gäste aus Vorpommern auch eine 60 Meter hohe Wanderdüne bestaunten.

Wieder im heimischen Koserow angelangt, hat Jeschek bereits neue Reiseziele ins Auge gefasst: „Im Juni starten wir mit dem gleichen Reiseunternehmen in die Baltischen Republiken Litauen, Lettland und Estland. Zur Sommersonnenwende am 21. Juni werde ich in Estlands Hauptstadt Vilnius sein, denn dort habe ich während meines Studiums vor exakt 50 Jahren ein Berufspraktikum absolviert. Deshalb möchte ich gern an diesen Ort zurückkehren.“

Peter Machule

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