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Usedom „Erst später wurde mir die Gefahr bewusst“
Vorpommern Usedom „Erst später wurde mir die Gefahr bewusst“
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09:06 15.07.2013
Heringsdorf

Das hätte böser ausgehen können: Margit Bruß (62) hat noch lange nicht überwunden, was ihr am Freitag in den eigenen vier Wänden widerfuhr. Während sie einkaufen war, hatte ein Einbrecher ihr Haus aufgesucht (die OZ berichtete). „Ich bin noch immer fix und fertig. Wenn ich meine Wohnung betrete, sehe ich den Mann in Gedanken wieder vor mir“, sagte sie am Wochenende.

In einer unbegreiflichen Mischung aus Dreistigkeit und Gelassenheit habe er sich durch das Haus bewegt, sich zunächst in der im Erdgeschoss befindlichen Wohnung ihrer Schwiegermutter Brote geschmiert und eine passende Flasche Wein dazugestellt.

Warum beides unberührt blieb, sei ihr unklar. Später ging der Mann in ihre eigene, im Obergeschoss befindliche Wohnung, entnahm dem Kühlschrank einen Flammkuchen und wärmte diesen in der Mikrowelle auf. Dazu hatte er eine Flasche Wein geöffnet, die er bei ihrem Eintreffen zu drei Viertel geleert hatte, berichtet die Heringsdorferin den genauen Tatablauf. Sie sei so perplex gewesen, dass sie nicht ins Kalkül gezogen habe, dass der Eindringling gewalttätig werden könnte. „Er saß ja auch ganz friedlich da und aß, als sei es das Natürlichste der Welt“, schildert die Frau. Zweimal habe der aus Swinemünde stammende 39-Jährige noch von dem Flammkuchen gegessen, nachdem sie ihn zum Verlassen der Wohnung aufgefordert hatte. „Warum? Ich doch Mann hier“, habe er frech geantwortet. „Ich glaube, wäre ich etwas später nach Hause gekommen, hätte er in meinem Bett geschlafen“.

Wie sie später feststellte, hatte er sich im Bad rasiert. Den gestohlenen Fotoaparat erhielt sie zurück. Nicht auszudenken, was noch alles hätte passieren können. Schließlich war der Mann, bei dem später ein Alkoholwert von 3,16 Promille festgestellt wurde, bei Eintreffen der Polizei längst nicht mehr friedlich. Er randalierte und beschimpfte die Beamten. Die Polizei rät deshalb in ähnlichen Fällen zu einer schnellen Alarmierung. „Die Gefahr ist unkalkulierbar. Man sollte nicht mit dem Täter allein sein“, sagt Polizeirat Wulf Nehls aus Neubrandenburg.

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