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Usedom Experte warnt: Elche können bei Stress gefährlich werden
Vorpommern Usedom Experte warnt: Elche können bei Stress gefährlich werden
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18:23 24.09.2018
Jessica Wolf filmte den Elch am Sonntagabend in Ückeritz. Etwas hatte sich in seinem Geweih verfangen. Quelle: Jessica Wolf
Usedom

Am Sonntagabend spazierte ein junger Elch-Bulle durch Ückeritz und sorgte so für Aufsehen. Bereits am Samstagabend wurde der Elch, der vermutlich aus dem polnischen Swinemünde nach Deutschland kam, in Ahlbeck und Heringsdorf im Süden der Insel gesichtet. Am Montag wurde der junge Bulle erneut in Heringsdorf im Gothenweg gesehen.

Passanten beobachten Elch aus der Nähe

Jessica Wolf war mit ihrem Mann und ihrem Kind am Sonntagabend gegen 19 Uhr an der Bahnschiene Schmollensee–Ückeritz unterwegs, als sie den jungen Elch entdeckten. Für die Familie waren es unglaubliche und unvergessliche Augenblicke, dem Tier so nah zu kommen. „Zum Glück hatten mir meine Eltern erzählt, wo das Tier unterwegs ist. Wir mussten in die Richtung und haben ihn gleich erspäht. Imposant, so ein Riesentier“, freut sie sich noch immer.

Dabei beobachtete die Familie etwas Sonderbares, an seinem Geweih schien Folie oder etwas Ähnliches zu hängen. „Vielleicht war es auch ein Stück Gardine. Es hat nicht geraschelt“, meint Jessica Wolf

Tiere können unter Stress gefährlich werden

Norbert Sündermann, ehemaliger Forstamtsleiter, hat sich die Fotos und Videos des Elches angeschaut. Für ihn ist klar, dass es sich um einen einjährigen Bullen handelt. Er sieht das an den Spießen auf seinem Kopf. Umgangssprachlich bezeichnet man diese Tiere deshalb als „Fahrradlenker“, die Spieße haben genau diese Form. Später wächst daraus ein prächtiges Geweih.

„Elche dieses Alters unternehmen gern Wanderungen. Der neue Usedomer Elch läuft entspannt, hier gibt es für ihn keine natürlichen Feinde“, erläutert der Förster. Futter gibt es für den jungen Bullen dagegen genug: Weiche Laubgehölze wie Weide, Birke und Zitterpappel, dazu Äpfel. „Weil er sich sicher ist, läuft er seelenruhig auf öffentlichen Wegen. Auch Elche lieben es bequem“, meint Sündermann.

Der erfahrene Grünrock rät, den Elch ziehen zu lassen. „Ich hoffe sehr, dass ihm niemand nachstellt. Das kann sehr gefährlich werden, die Tiere sind sehr wehrhaft und schlagen bei Stress mit ihren Vorderläufen“, sagt er. Da das Tier um die zwei Meter misst, seien in solchen Fällen Knochenbrüche wahrscheinlich. Sündermann empfiehlt daher, den Elch aus sicherer Entfernung zu beobachten, „denn es sind sehr imposante Tiere.“

Usedomer Elch „Pommes“

Bereits im vergangenen Jahr sorgte ein Elchbulle, der später von Lesern der OSTSEE-ZEITUNG „Pommes“ getauft wurde, auf der Insel Usedom für jede Menge Aufregung. Spazierend wurde er auf einem Gleis nahe Peenemünde gesichtet, er lief vor Autos oder stand in Vorgärten. Die Ordnungsbehörde des Landkreises Vorpommern-Greifswald sah in dem Jungbullen, der Mitte Juni 2017 wahrscheinlich über Polen nach Deutschland gekommen war, zunehmend ein Sicherheitsrisiko. Seine neue Heimat ist die Uckermark in der Elch- und Rentierfarm Kleptow, direkt an der A 20 (Abfahrt Prenzlau Ost).

Meerkatz Cornelia

Am Sonntagmittag wurden in Zinnowitz auf der Promenade zwei E-Bikes im Wert von jeweils 2500 Euro gestohlen. Eines der Räder wurde dank der schnellen Fahndung am Nachmittag in Ahlbeck entdeckt. Damit fuhr ein 22-jähriger Swinemünder.

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