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Usedom Fabelhaftes Konzert: Einfühlsam, makellos und rauschend
Vorpommern Usedom Fabelhaftes Konzert: Einfühlsam, makellos und rauschend
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00:00 19.04.2017

Chorleiter Clemens Kolkwitz hatte am Karsamstag mit den Mitgliedern des Usedomer Kantatenchores und des opus5-Barockorchesters natürlich nicht die ganz großen Stimmen parat. Die Akteure machten dies aber wett mit einfühlsamer Präzision, rauschender Begeisterung und makelloser Interpretation. Man wagte kaum zu applaudieren, um die Magie des Augenblicks nicht zu unterbrechen. Dabei hatte Kolkwitz auf Gleichberechtigung geachtet und die Solistinnen (Sopran: Sylvia Schulz, Vanessa Wiese, Sandra Grüning, Beate Kempf-Beyrich; Alt:

Colette Kaliebe, Katharina Dulke und Elisabeth Walter) abwechselnd Soloparts singen lassen. Besonders beeindruckend, eine Altistin, die mit ihrer warmen, satten und klaren Stimme das Publikum voll in ihren Bann zog. Immer herrschte Ausgewogenheit zwischen Instrument und Stimme. Eine großartige Leistung und viel Arbeit! Abgerundet durch die ausgezeichnete Begleitung des opus5 Barockorchesters (Andreas Pfaff, Susanne Walter, Chang-Yun Yoo, Christian Raudszus, Robert Grahl, Sebastian Glöckner an der Orgel und großartig Tabea Höfer (erste Geige). Sie hat auch vor ein paar Jahren das opus5 Barockorchester gegründet. Ausgedehnt auf siebzig Minuten wurde das Programm mit der Bachkantate „Christ lag in Todesbanden“. Johann Sebastian Bach hat diese frühe Kantate – wohl für seine Bewerbung als Organist in Mühlhausen – um 1710 für den Ostersonntag geschrieben zu einem Text von Martin Luther. Der Chor wurde hier ergänzt durch die Tenöre Matthias Helterhoff und Tobias Liesong und durch den Bass, Paul Wiese. Das opus5 Barockensemble aus Berlin/Uckermark spielte ferner die Sonate f-moll für Streicher und Continuo von Georg Philipp Telemann. Mitglieder des Usedomer Kantatenchores hatten das Konzert mit einem anonymen A-Ccappella-Lied aus dem 17. Jahrhundert „O Traurigkeit, o Herzeleid“ eingeleitet. Ein fabelhaftes Karsamstagskonzert!

Christa Blenk

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