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Usedom Feuchtigkeit schädigte St. Gertrud
Vorpommern Usedom Feuchtigkeit schädigte St. Gertrud
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07:28 01.12.2017
Das prächtige Sterngewölbe im Inneren der Kapelle. Zurzeit wird debattiert, ob auch das Gewölbe weiß übergestrichen werden soll. Quelle: Tom Schröter
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Wolgast

Die mit der geplanten Innensanierung und Ausgestaltung der Wolgaster St. Gertrud-Kapelle (Landkreis Vorpommern-Greifswald) befassten Fachleute stehen vor einer Herausforderung.

Restaurator Dietmar Gallinat, der jetzt mit vorbereitenden Arbeiten für das Sanierungskonzept begonnen hat, deutet auf die Bausubstanz des 1421 vor den Toren der Stadt errichteten Sakralbaus hin. „Das Dach der Kapelle verfügte über lange Zeit hinweg über keine Regenwasserableitung. Dadurch ist Niederschlagswasser in das Mauerwerk eingedrungen und mit ihm Salze, die zerstörerisch wirkten“, erklärt er.

Der Umstand, dass die Wände kaum hätten austrocknen können, sei durch fehlerhafte Sanierungsarbeiten im Kapelleninneren noch begünstigt worden. Indem dort die Mauern unter anderem im Zuge der 1864 erfolgten Restaurierung mit Zementputz versehen worden seien, habe das Mauerwerk kaum noch Feuchtigkeit an die Umgebungsluft abgeben können.

Im Ergebnis sei das Gemäuer irreversibel geschädigt worden, da die Salze – Sulfate und Nitrate – im Nachhinein nicht vollständig aus den Wänden entfernt werden könnten. „Nun ist zu entscheiden, wie wir mit der schadhaften Bausubstanz umgehen“, sagt Gallinat.

Tom Schröter

Die Polizei ist erst Stunden später nach dem Vorfall informiert worden. Und das nicht durch die Klinikleitung des Wolgaster Krankenhauses. Dieser Aspekt wird nun auch Gegenstand der Ermittlungen.

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