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Feuer-Drama in Stubbenfelde: Familie verliert neues Zuhause

Stubbenfelde Feuer-Drama in Stubbenfelde: Familie verliert neues Zuhause

Holzhaus geht zweimal in Flammen auf. Bewohner hatten laut Polizei Feuerwerk gezündet.

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Als die Feuerwehr am Sonntag zum zweiten Mal anrückte, brannte das nagelneue Holzhaus in voller Ausdehnung.

Quelle: Fotos: Torsten Müller, Ulf Borchardt

Stubbenfelde. Es sollte ihr neues Traumhaus werden, jetzt ist es nur noch eine verkohlte Ruine. Das Holzhaus einer vierköpfigen Familie auf dem Stubbenfelder Teufelsberg ist gestern komplett abgebrannt, nachdem es bereits am Sonnabend zum ersten Mal in Flammen aufgegangen war. Die Bewohner hatten erst vor einigen Wochen ihr neues Zuhause bezogen.

Lichterloh steigen gestern am Nachmittag die Flammen in den Himmel über dem Teufelsberg. Immer noch brennt das Einfamilienhaus. Brandschützer aus Loddin, Ückeritz, Koserow, Zempin, Zinnowitz, Heringsdorf, Pudagla und Benz sind seit nachts um drei Uhr im Einsatz. Rund 40 Männer und Frauen sind vor Ort. Schwinden bei einer Schicht die Kräfte, werden sie durch weitere Brandschützer abgelöst. Die spezielle Dämmung des Ökohauses macht den Wehren die Arbeit schwer, sie kommen nur schwer an die Glutnester heran.

Am Ende bleibt nach Angaben der Feuerwehr nichts anderes übrig, als das Gebäude kontrolliert abbrennen zu lassen. Am späten Nachmittag rückt sogar ein Bagger an, um das Haus zu zerlegen. „So verhindern wir, dass es unkontrolliert zusammenbricht und die Einsatzkräfte gefährdet“, sagte der Wehrführer des Amtes Usedom Süd Ulf Borchardt.

Das Besondere an dem Einsatz: Die Feuerwehr musste zweimal zum Feuer in Stubbenfelde ausrücken. Die Hausbesitzerin hatte das Feuer am Sonnabend Nachmittag bemerkt und bei der Leitstelle Alarm geschlagen. Nach Angaben der Polizei hatten Bewohner „in den Räumen Feuerwerk gezündet und es aus dem Fenster geworfen“. Nachdem die Lage brenzlig wurde, konnten sich die Familie und ihre Gäste jedoch in Sicherheit bringen. Sie wurden in einer Ferienwohnung untergebracht.

Schon bei diesem ersten Einsatz waren die Lösch-Bedingungen schwierig. Feuerwehrleute mussten mit Äxten und Motorsägen Löcher in das Dach schlagen und sich von Dachkammer zu Dachkammer vorarbeiten.

Sie hatten Probleme, den Brandherd zu erreichen. Nach dem ersten Einsatz kamen die Ehrenamtlichen völlig erschöpft wieder herunter geklettert. „Zu diesem Zeitpunkt war das obere Geschoss zwar schwer bewohnbar, aber das Haus stand noch“, sagte der Ückeritzer Vize-Wehrführer Thomas Labahn auf OZ-Anfrage.

Warum das Feuer dann erneut ausbrach, ist noch unklar. Nach Angaben der Feuerwehr waren die Flammen um 17 Uhr gelöscht. Die Brandwache blieb anschließend noch bis 21 Uhr vor Ort, um bei einem erneuten Aufflammen des Brandes schnell eingreifen zu können. „Es war dann keine Hitze oder Rauchentwicklung mehr zu erkennen. Deswegen haben wir das Gebäude dem Besitzer übergeben“, sagte Wehrführer Ulf Borchardt.

Bei einigen Beobachtern sorgte die Entscheidung für Verwundern. Ein Zeuge, der das Geschehen am Sonnabend verfolgt hatte, äußerte beim Abrücken der Freiwilligen Bedenken. Aus Berufserfahrung wisse er, dass sich nach so einem Brand noch Glutnester unter dem Dach befinden können. Die könnten das Feuer jederzeit wieder entfachen.

• Video auf www.ostsee-zeitung.de

Wir mussten verhindern, dass das Haus unkontrolliert zusammenbricht.“Ulf Borchardt, Amtswehrführer Usedom Süd

 



Alexander Müller und Tilo Wallrodt

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