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Usedom Feuerwehren rüsten auf: Neue Fahrzeuge und ein Gerätehaus
Vorpommern Usedom Feuerwehren rüsten auf: Neue Fahrzeuge und ein Gerätehaus
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00:00 27.06.2017
Zu Gast in Trassenheide: Innenminister Lorenz Caffier (l.) im Gespräch mit Vertretern der Wehr und des Nordamtes. Quelle: Foto: Henrik Nitzsche

Festtag für Feuerwehren in der Region: Die Trassenheider haben nun das Geld für ein neues Tanklöschfahrzeug zusammen. Auch in Benz gab es einen Fördermittelbescheid für die örtliche Wehr, die ebenfalls ein Fahrzeug bekommt. In Peenemünde soll noch in diesem Jahr ein modernes Gerätehaus gebaut werden.

Bei seiner gestrigen Usedom-Tour würdigte MV-Innenminister Lorenz Caffier (CDU) die Arbeit der Freiwilligen Feuerwehren im Land. „Sie konzentriert sich heutzutage nicht mehr ausschließlich auf die Bekämpfung von Bränden. Vielfältige Aufgaben, wie die Rettung und Bergung von Unfallopfern, die Beseitigung von Havarien und der Einsatz bei Katastrophen und sonstigen Schadensereignissen sind hinzugekommen und verlangen der Feuerwehr ein Höchstmaß an Einsatzbereitschaft ab.“ Umso wichtiger sei es, die technischen Voraussetzungen zu verbessern.

Mit dem neuen Tanklöschfahrzeug (TLF) können in Trassenheide im Ernstfall sechs weitere Einsatzkräfte ausrücken. „An Bord haben wir dazu noch 3000 Liter Wasser“, sagt Mirko Bleyl, stellvertretender Wehrführer. Auf den Zuwachs im Fuhrpark müssen die Trassenheider allerdings noch etwas warten – „Ende 2018 rechnen wir mit dem Fahrzeug“, sagt Bleyl und begründet das mit dem Ausschreibungsverfahren und dem anschließenden Bau des TLF. Bis dahin dürfte auch der Garagenanbau am Gerätehaus erledigt sein. „Dann haben wir hier sehr gute Bedingungen“, so Bleyl stellvertretend für die 31 Feuerwehrleute, von denen 24 im aktiven Dienst sind. Allein in diesem Jahr mussten sie schon 19 Mal ausrücken. „Zumeist waren es Brandmeldeanlagen. Brände sind weniger geworden“, sagt Bleyl im Gespräch mit Caffier.

Schneller vom Fördermittelbescheid aus Schwerin werden die Peenemünder Einsatzkräfte profitieren, die in der Hauptstraße ein neues modernes Domizil bekommen. „Endlich“, freut sich Peenemündes Wehrführer Eberhard Lehmann über die rote Mappe vom Land. Der Bau des Gerätehauses kostet rund 730 000 Euro, vom Innenministerium wird das mit 180000 Euro unterstützt, vom Kreis mit rund 246 000 Euro. Geplante Fertigstellung: Ende 2017.

Bereits 2005 wurden bei einer sicherheitstechnischen Überprüfung des gegenwärtigen Feuerwehrgebäudes eine Reihe von Baumängeln festgestellt, die den Neubau einer Unterkunft für die 18 Kräfte der Feuerwehr Peenemünde zwingend notwendig machten. „Die Wege sind lang, am Ende führen sie aber doch zum Ziel“, so Caffiers Kommentar zum langen Zeitraum.

Dass der Minister bald wieder im Inselnorden auftaucht, hoffen die Peenemünder. „Unser alter W 50 gehört eigentlich in eine Sonderausstellung und nicht mehr auf die Straße“, meinte Peenemündes Bürgermeister Rainer Barthelmes zum fahrenden Oldie in der Garage der Feuerwehr. „2018 werden wir um Fördermittel für ein neues Tanklöschfahrzeug werben“, kündigte das Gemeindeoberhaupt an.

Da sind die Benzer Kameraden schon ein Stück weiter: Für 330 000 Euro bekommen sie ein neues Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF). 120 000 Euro gibt es dafür vom Land. Durch die Ersatzbeschaffung soll das Tanklöschfahrzeug der Wehr mit Baujahr 1973 ersetzt werden, das aufgrund seines Zustands enorme Wartungs- und Instandhaltungskosten verursacht.

Geld für Sturmflutschäden und Europaschule Ahlbeck

Die Sturmflut Anfang Januar sorgte für viele Schäden auf Usedom, auch in den Gemeinden Zempin und Loddin. Innenminister Caffier nutze seinen Besuch auf Usedom, um beiden Bürgermeistern Fördermittel zur Beseitigung der Sturmflutschäden und für die entstandenen Kosten für Aufräumarbeiten zu übergeben. Für beide Kommunen gab es insgesamt 160 650 Euro – Loddin 44 625 Euro und Zempin 116 025 Euro.

Die Gemeinde Ostseebad Heringsdorf wird für die Beseitigung der Sturmschäden mit 158 600 Euro aus Schwerin unterstützt. Die Gesamtkosten belaufen sich in den Kaiserbädern auf rund 244 000 Euro.

Für die laufende Sanierung der Europaschule in Ahlbeck gab es gestern Fördermittel in Höhe von 1,75 Millionen Euro. Die geplanten Gesamtkosten für den Umbau und die Erweiterung der Schule im Kaiserbad liegen bei rund 9,7 Millionen Euro.

Henrik Nitzsche

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