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Feuerwehrleute im Dauereinsatz: Sturm riss viele Bäume um

Feuerwehrleute im Dauereinsatz: Sturm riss viele Bäume um

Kettensägen waren das wichtigste Werkzeug der Helfer am Wochenende. Die Schäden von Tief „Felix“ hielten sich aber in Grenzen. Personen wurden nicht verletzt.

Wolgast/Zinnowitz — Das Sturmtief „Felix“ hat den Feuerwehrleuten auf Usedom sowie in Wolgast und Lassan ein einsatz- und arbeitsreiches Wochenende beschert. Orkanartige Windböen ließen zahlreiche Bäume umstürzen. Sie behinderten den Straßenverkehr und mussten deshalb umgehend beseitigt werden. Personen kamen nicht zu Schaden. Die Alarmierungen zogen sich von Freitagnachmittag bis gestern Mittag hin. Da hatte sich das Wetter einigermaßen beruhigt.

Am häufigsten mussten die Helfer der Freiwilligen Feuerwehr von Lassan ausrücken. „Wir hatten sieben Einsätze, waren eigentlich immerzu unterwegs“, beschrieb Wehrführer Andreas Müller gestern sein Wochenende. So mussten von der Verbindungsstraße zwischen Jamitzow und Klotzow eine Kiefer und eine Esche geräumt werden, am Lassaner Sportplatz kippte eine riesige Pappel um. Zur Hilfe gerufen wurde die Wehr außerdem auf den Friedhof und auf die Straße zwischen Lassan und Waschow. „Um die Kräfte zu schonen, waren wir mehrfach nur in Gruppenstärke unterwegs“, blickte Müller zurück. Eine provisorische Reparatur an der Lassaner Sporthalle konnte verhindern, dass sich das Dach ablöst. Ein Blechmantel muss nun noch professionell von einer Fachfirma befestigt werden.

In Wolgast riss der Sturm den schweren Bauzaun in der Steinstraße (ehemals „Peenestrom“) um. Die Retter der Feuerwehr zerlegten den Zaun und machten damit den Fußgängerbereich in der Altstadt wieder frei. In Absprache mit Bürgermeister Stefan Weigler muss durch den Bauhof nun eine andere Lösung für die unansehnliche Baulücke gefunden werden. Nur wenige Meter weiter fielen Dachziegel auf den Boulevard. Der Versuch, mit der Drehleiter zu Sicherungsarbeiten auf das Dach zu gelangen, ging schief. „Der Sturm war zu stark, die Gefahr zu groß, dass unsere Leute zu Schaden kommen“, beschrieb Wehrführer Maik Wilke die Gründe für seine Entscheidung, diese Reparatur aufzuschieben. Die gefährliche Zone wurde großräumig abgesperrt.

Zwischen Bansin und Schmollensee stürzte am Sonnabend gegen 23 Uhr ein Baum auf die Bahnstrecke. Daraufhin wurde die Wehr von Heringsdorf/Bansin alarmiert, um für den Triebwagenverkehr am Sonntagfrüh wieder freie Bahn zu schaffen. Lediglich kleine Einsätze hatte außerdem die Wehr von Ahlbeck zu absolvieren. So musste ein Baum von der Straße nach Korswandt weggeräumt werden, ein weiterer von der Swinemünder Chaussee. Mike Golon vom Eigenbetrieb der Kaiserbäder meldete gestern außerdem, dass es durch den Sturm keine größeren Schäden im Strand- und Promenadenbereich gegeben habe.

Die Feuerwehr Zinnowitz musste schon am Sonnabendnachmittag eine große Buche von der Verbindungsstraße nach Neuendorf nehmen. „Hier werden wir wohl öfter Ärger bekommen, der Wald steht unter Wasser, und die Wurzeln bieten den Bäumen deshalb kaum noch Halt“, berichtete Wehrführer Daniel Stübe.

Im Einsatz, umgestürzte Bäume von Straßen sowie Geh- und Radwegen zu beseitigen, waren Sonnabend und Sonntag auch die Feuerwehrleute von Bannemin, Trassenheide und Karlshagen. Die Ursache für den Verkehrsunfall am Freitagnachmittag bei Wolgast könnte eine Sturmböe gewesen sein. Bremsspuren des Pkw wurden jedenfalls nicht entdeckt. Ein 46-jähriger aus Karlshagen verunglückte tödlich.

 



Steffen Adler

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