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Feuerwehrleute üben Sägen im Wald

Korswandt Feuerwehrleute üben Sägen im Wald

Besonders nach Stürmen müssen Rettungskräfte den Umgang mit der Kettensäge beherrschen

Korswandt. Elf Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Heringsdorf rückten am Freitagabend zu einem ungewöhnlichen Einsatz aus. Mit zwei Löschfahrzeugen ging es in den Wald bei Korswandt. Doch zum Glück musste kein Waldbrand bekämpft werden. Vielmehr wurde die Kettensäge herausgeholt und eine frisch geschlagene Schneise in Angriff genommen.

Unter Anleitung von Karsten Iden und Thomas Köster übten die jüngeren Kameraden der „Kaiserwehr“ den Umgang mit der Kettensäge im schwer zugänglichen Gelände. Karsten Iden, der 15 Jahre bei der Forst arbeitete, bevor er zum Naturpark Insel Usedom kam, erklärte, dass es einen Unterschied macht, einen glatt auf den Boden liegenden Stamm oder einen unter Spannung stehenden Baumstamm zu zerlegen.

Gerade nach Stürmen, wie oft im Herbst, oder gar nach dem Orkantief Xaver, das im Winter 2013 wütete, liegen umgestürzte Bäume oft unter Spannung übereinander. Diese etwa von einer Straße zu entfernen, kann für einen ungeübten Feuerwehrmann zu einem gefährlichen Unterfangen werden. Deshalb üben die Heringsdorfer Floriansjünger ein- bis zweimal im Jahr das Schneiden mit der Kettensäge in unwegsamem Gelände.

Um die 30 Aktive hat die „Kaiserwehr“, so Karsten Iden, doch sei der harte Kern wesentlich kleiner. Gerade die jüngeren Kameraden zeigten Interesse an der Weiterbildung mit der Kettensäge im Wald.

Förster Sven Prabel bietet den Feuerwehrleuten gerne die Möglichkeit zum Üben in seinem Revier an, weiß er doch genau, wie wichtig der sichere Umgang mit der Motorsäge ist.

So wurden die fachmännischen Ratschläge von Iden und Prabel wie „Immer auf Standsicherheit achten“, „Möglichst mit der ein- oder auslaufenden Kette arbeiten“ und „Das Werkstück immer zwischen sich und der Säge haben“ beherzigt. Thomas Köster übte einen Steinwurf entfernt mit fünf Kameraden. „Du musst die Säge oft genug geklemmt haben, um es zu können“, sagte er seinen Jungs zur Aufmunterung.

Auch er gab einen Tipp: „Haltet immer einen gesunden Abstand von zwei bis drei Metern ein, wenn ihr sägt.“

Nachdem alle Jungs den Sicherheitsanzug übergestreift und die Säge im Unterholz ausreichend angesetzt hatten, bliesen die Ausbilder zum Rückzug, „bevor uns die Viecher auffressen“, so Thomas Köster.

Denn die Übung im abendlichen Wald lockte viele stechfreudige Mücken an, die vor allem den Zuschauern zusetzten. Reporterschicksal!

Dietmar Pühler

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