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Usedom Flüchtlinge im Kreis: So ist die Lage
Vorpommern Usedom Flüchtlinge im Kreis: So ist die Lage
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00:00 24.03.2016

Usedom/Greifswald Der Zuzug von Flüchtlingen nach Deutschland ist in den vergangenen Wochen deutlich zurückgegangen. Grund ist das Schließen der Balkanroute durch die Staaten im Südosten Europas. Seit Sonntag gilt auch das EU-Abkommen mit der Türkei, das darauf abzielt, die Zahl der Flüchtlinge, die in die EU kommen wollen, zu verringern.

Weltpolitik, deren Auswirkungen auch im Landkreis Vorpommern-Greifswald zu vernehmen sind. Denn auch hier her kommen nun weniger Flüchtlinge. Die OZ beantwortet die wichtigsten Fragen.

Wie viele Flüchtlinge sind seit Anfang des Jahres hergekommen?

Nach Mecklenburg-Vorpommern kamen laut Marion Schlender, Sprecherin des Schweriner Innenministeriums, 3450 Personen. Im Januar 1896, im Februar 1284 und im März bisher nur noch 270. Nach dem Schließen der Balkanroute wurden seit Anfang vergangener Woche nur noch 93 Personen registriert. Dem Landkreis Vorpommern-Greifswald wurden seit Jahresbeginn insgesamt 728 Personen zugewiesen, davon im März allerdings nur noch 88 (Stichtag: 21. März).

In der Greifswalder Brandteichstraße wird derzeit ein neues Flüchtlingsheim hergerichtet. Wird es in Anbetracht der Situation überhaupt noch benötigt?

Offenbar schon. „Die Verwaltung hat für die neue Gemeinschaftsunterkunft Brandteichstraße einen Mietvertrag abgeschlossen und Umbauarbeiten beauftragt“, sagt Landkreissprecher Achim Froitzheim. Der Mietvertrag wurde für drei Jahre geschlossen. „Wegen der für uns weder plan- noch vorhersagbaren Zukunft wird das Objekt wie vorgesehen hergerichtet“, so Froitzheim.

Die Unterkunft in der Brandteichstraße soll für 475 Personen Platz bieten. Wenn nicht mehr so viele neue Flüchtlinge ankommen, werden dann die Flüchtlingswohnungen aufgelöst, um die Kapazität des Hauses auszulasten?

Dazu bezieht der Landkreis derzeit nicht eindeutig Stellung. „Zu einer vollen Auslastung vermag ich angesichts der erwähnten unwägbaren Umstände momentan keine Prognose abzugeben“, sagt Sprecher Froitzheim. „Durch den Landkreis werden zurzeit keine Mietverträge für Flüchtlingswohnungen durch den Landkreis gekündigt (Hervorhebung durch die Redaktion). Sollte der Bedarf zurückgehen, werden die Wohnungen für anerkannte Flüchtlinge zur Verfügung gestellt“, sagt Froitzheims Kollegin Anke Radlof.

„Die Gemeinschaftsunterkunft in der Brandteichstraße ist völlig separat zu sehen. Wir sind jetzt jedoch in der Lage, die Belegung in den anderen Gemeinschaftsunterkünften und den dezentralen Wohnungen etwas aufzulockern.“ Beispielsweise sollen bei laufendem Betrieb im Asylbewerberheim in der Spiegelsdorfer Wende Sanitäranlagen saniert werden. Möglicherweise müssen deshalb einige Personen von einem Heim ins andere umziehen.

Das Haus wird derzeit umgebaut. Wie ist der Stand der Arbeiten?

Der Block war als Lehrlingswohnheim konzipiert. „Meines Wissens ist es nun notwendig, im Inneren die räumlichen Zuschnitte zu ändern“, so Froitzheim. Verlaufen alle Arbeiten planmäßig, wird die Unterkunft im Mai eröffnet.

Wie viele Flüchtlinge leben aktuell im Landkreis?

Insgesamt sind es 3246 Personen in den Asylbewerberheimen in Greifswald, Wolgast, Anklam und Torgelow sowie in rund 400 Wohnungen, die der Landkreis Vorpommern-Greifswald angemietet hat. In Greifswald sind laut Nadine Hoffmann, Integrationsbeauftragte der Stadt, etwa 600 Personen untergebracht.

Von Kai Lachmann

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