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Förster beklagen leeres Haus am Wald

Neu Pudagla Förster beklagen leeres Haus am Wald

Für das Waldcafé mit Wildhandel am Forstamt Neu Pudagla wird ein neuer Partner gesucht

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Trostlos sieht der Wildmarkt im Forsthof aus. Deshalb wünschen sich die Förster, dass sich möglichst bald ein fleißiger Gastronom findet und das frühere Waldcafé wieder mit Leben erfüllt.

Quelle: Angelika Gutsche

Neu Pudagla. Drei Sachen, sagt man, seien in Gastronomie und Handel für ein florierendes Unternehmen wichtig: Der Standort, der Standort und der Standort.

OZ-Bild

Für das Waldcafé mit Wildhandel am Forstamt Neu Pudagla wird ein neuer Partner gesucht

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Insofern können die Usedomer Förster nicht recht nachvollziehen, warum der Handel mit Wild und das Waldcafé am Forstamt Neu Pudagla nicht erfolgreich betrieben werden können. „Der Forsthof ist dank des Kletterwaldes, des Usedomer Gesteinsgartens und des Waldkabinetts ein Anlaufpunkt für viele Besucher. Auch die Märkte und regelmäßigen Feste auf dem Forsthof sorgen für regen Publikumsverkehr“, sagt Forstamtsmitarbeiter Karl-Heinz Rath.

Seit dem Rückzug des letzten Pächters, der zwischen Forstamt und Stagnießer Hafen einen Baumkronenweg errichten wollte und das Vorhaben schließlich aus finanziellen Gründen aufgeben musste, steht der Wildmarkt leer. Auch die beiden Vorgänger gaben einer nach dem anderen auf. „Über die Gründe können wir nur mutmaßen“, sagt Rath. Als offensichtlich ungünstig habe sich jedenfalls erwiesen, dass die Pächter irgendwann nicht mehr selbst vor Ort gewesen seien und das Geschäft ausschließlich angestelltem Personal überlassen hätten.

Im Forstamt, wo man schon daran dachte, das frühere Waldarbeiterhaus auf der vierten Seite des Hofes zu einem Waldklimahaus umzubauen, so das gesamte Ensemble zu schließen und die Anziehungskraft des Forsthofes weiter zu steigern, glauben die Mitarbeiter trotz aller Rückschläge daran, dass das Waldcafé erfolgreich betrieben werden kann. Ein Indiz dafür sei die in der Hochsaison erneut gestiegene Nachfrage nach Wildfleisch und Wildprodukten und einem Imbissangebot, sagt Rath. Deshalb wird nach einem neuen Betreiber gesucht.

Auf keinen Fall können die Förster nebenbei selbst das Waldcafé führen. Rath blickt zurück: „2007 haben wir den Wildmarkt selbst betrieben, damit den Gästen neben Information und Unterhaltung auch kulinarisch etwas geboten werden kann. Im Laufe der Jahre entwickelte sich das dann zu einer kleinen gastronomischen Einrichtung, in der auch Wildprodukte der Landesforst angeboten wurden.“

Tiefkühlware, wie Rücken, Keule, Filet oder Gulasch von allen heimischen Wildarten – auch Wurst, Schinken und Glasware wurde verkauft. Schon seit 2009 sei das wegen des Personalabbaus nicht mehr möglich gewesen, und die Förster mussten zusehen, wie ein Betreiber nach dem anderen strandete. „Wir sind aber sicher, dass das Umfeld stimmt, und ein findiger Gastronom oder Händler das Waldcafé

wieder zu einem beliebten Imbiss mit ansprechender Qualität entwickeln kann und hier obendrein unser ,Wild vom Förster’ regen Absatz findet. Es braucht nur Engagement und Ausdauer, ein hohes Maß an Kreativität und gastronomischem Können. Und ein gutes Konzept muss her.“

Kontakt ☎ 038375/29110 oder per Mail an neupudagla@lfoa-mv.de / Besichtigung nach Terminvereinbarung

Heute mal Wohoomusik im Waldgebiet des Jahres

Heute um 19 Uhr steht in Deutschlands Waldgebiet des Jahres, dem Küstenwald Usedom, Waldkultur auf dem Programm. Das Duo Camou – Hauke & Gustav aus Rostock – gastiert auf der Waldbühne am Forstamt. Sie gelten mit Gitarre, Cajon und zwei Stimmen als die Urväter der Wohoomusik. Nach ihrem Auftritt im Juli sind Camou mit ihrem elektroakustischen Offbeat Pop nun schon zum zweiten Mal zu Gast. Die Jungs machen Musik zum Hüften schwingen, Zuhören, Genießen und Nachdenken. Wer nicht weiß, was Wohoomusik ist , lernt sie heute am Forstamt kennen. Es wird waldig schön!

Angelika Gutsche

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