Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Usedom Fragt doch mal die Berliner!
Vorpommern Usedom Fragt doch mal die Berliner!
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:00 28.02.2013

ern verplempert, um für einen Güterzug und einen saisonalen Urlauberverkehr für etwa vier Monate im Jahr ein neues Gleis inklusive Brücke zu bauen?

Die angeblich so belastbaren Gutachten in dieser Sache sollte man sich genauer ansehen. Schon daran, wer diese Gutachten bezahlt hat, kann man erkennen, wer hier seine Interessen vertritt. Ich kann mich noch an die Diskussion zur Wolgaster Ortsumgehung vor zehn Jahren erinnern. Hier hatte die Usedomer Bäderbahn ein Ingenieurbüro beauftragt, die Vorstellungen der UBB zur Ortsumgehung zu erarbeiten. Für den Autoverkehr hätten diese Vorschläge keine Vorteile gebracht, die schienengleichen Bahnübergänge der UBB im Stadtgebiet von Wolgast wären aber auf Kosten der Steuerzahler beseitigt worden. Die Deutsche Bahn tritt als Logistikkonzern weltweit auf, auch als Dienstleister für Seehäfen. Der Bau eines Eisenbahntunnels zum Swinemünder Hafen wäre dann der logische zweite Schritt. Alle bisherigen Kostenaussagen zum Ausbau der Eisenbahnverbindung über Karnin kann man in das Reich der Märchen und Sagen verbannen.

Zum Argument, der Urlauberverkehr von Berlin nach Usedom soll teilweise von der Straße auf die Schiene verlagert werden, ist mir einiges unklar. Gibt es überhaupt Zahlen, wie viele Urlauber aus Berlin der Saison die UBB nutzen? Gleiches gilt übrigens für die Sonderzüge aus Berlin im Sommer. Mir fehlen bei der Diskussion aussagefähige Befragungen von Autotouristen aus Berlin. Die Staus im Sommer könnte man für Befragungen bestens nutzen. Dann bekommt man vielleicht auch heraus, ob die Bahnbefürworter bereit sind, die Fahrpreise für die Bahn zu zahlen.

Ein zweites Thema, was mich beschäftigt, sind die Diskussionen um Kreisverkehre. Bei meinem Besuch in Polen habe ich den Eindruck gewonnen, dass fast jeder Pole seinen eigenen Kreisverkehr hat.

Ampeln sieht man sehr wenig. Kreisverkehre haben aber nicht nur Vorteile — vor allem dann nicht, wenn der Zu- und Abfluss der Fahrzeuge nicht in alle Richtungen gleichmäßig erfolgt. Bei An- und Abreise auf Usedom nutzen die meisten Kraftfahrer die B 111. Dann haben Fahrzeuge aus der Nebenstraße keine Chance einzufahren.

Ich habe aber kein Verständnis dafür, wenn Hotelbesitzer oder Pensionsbetreiber den Stau auf der Insel beklagen und Lösungen vom Land verlangen. Die Anzahl der Übernachtungsplätze wird ständig ausgebaut, die Fläche der Insel ist aber endlich. Somit sägen sich diese Leute doch selber den Ast ab, auf dem sie Geld verdienen wollen. Hier sollten auch die Gemeinden eingreifen und nicht nur das Steueraufkommen im Auge haben.

* Der Autor (67) aus Wolgast ist stu-

dierter Maschinenbauer und an der

Lokalpolitik interessiert

Klaus Dieter Rex

In den Sommerferien bietet der Kanuhof Spandowerhagen wieder einwöchige geführte Kanutouren auf der Peene an. In sechs Etappen werden dabei etwa 70 Kilometer von Verchen am Kummerower See bis Stolpe (bei Anklam) in kippstabilen Kanadiern zurückgelegt.

28.02.2013

Gut 30 Kleinanleger haben innerhalb nur weniger Wochen bereits Summen zwischen 250 und 10 000 Euro für die im Dezember angeschlossene Photovoltaikanlage in der Stadt Usedom beigesteuert.

28.02.2013

Das Wasser steht Kurt Rühl und seinen Nachbarn bis zum Hals. Oder zumindest bis zur eigenen Türschwelle. Denn wenn es über dem Zinnowitzer Holunderweg wie aus Eimern gießt, dann stehen sein Grundstück und die Wiesen drumherum teils knietief unter Wasser.

28.02.2013