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Usedom Usedomer Bürgermeister fordern Ausbau
Vorpommern Usedom Usedomer Bürgermeister fordern Ausbau
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11:37 07.11.2018
Das kann doch nicht so kompliziert sein: Eckhard Schulz (Stolpe) und Detlef Wenzel (Dargen) beschweren sich. Quelle: FOTOS: Ingrid Nadler
Stolpe/ Dargen

Die Bürgermeister der Gemeinden Stolpe und Dargen wollen nicht länger stillsein, wenn es um die Sanierung „ihrer“ Kreisstraße geht. „Man hat uns hier einfach vergessen!“, empören sich Eckhard Schulz (Stolpe) und Detlef Wenzel (Dargen) bei einem Lokaltermin mit der OSTSEE-ZEITUNG. Wenn es nach der jetzt veröffentlichten Prioritätenliste geht, wäre die beide Gemeinden tangierende Kreisstraße 44 erst 2024 bis 2026 an der Reihe. „Das können wir auf keinen Fall akzeptieren“, sagt Schulz und verweist auf die ausgefahrenen Randstreifen, die Pkw-Fahrer und Radfahrer schon häufig in Bedrängnis gebracht hätten. „An einigen Stellen sind die Bankette bis zu 25 Zentimeter (!) ausgefahren.“

Auf diesem Abschnitt ist die drei Meter breite Fahrbahn mit ihren ein Meter breiten Randstreifen nicht nur Kreisstraße, sondern ein auf allen einschlägigen Karten ausgewiesener Radwanderweg (Radweg Berlin-Usedom, Oder-Neiße-Radweg usw.) Eckhard Schulz ist auch deshalb verärgert, weil die Straßenmeisterei auf seine Eingaben, wie er sagt, nicht reagiere. „Dabei hat sich die Situation durch den Schüler- und Linienbusverkehr, der jetzt hier von Stolpe in Richtung Dargen fährt, noch verschlimmert.“

„Stimmt! Die Prätenower müssten eigentlich ihre Kfz-Steuer zurückkriegen“, pflichtet der Dargener Bürgermeister Detlef Wenzel seinem Kollegen bei. „Wir brauchen doch nur eine neue Straßendecke. Das kann doch nicht so kompliziert sein, dass man jahrelang an Projekten tüftelt und dafür jede Menge Steuergelder verbraucht“, ist Wenzel wütend und verweist auf Swinemünde, wo es solche Hürden offenbar nicht gebe. Auch den Hinweis auf geltende EU-Bestimmungen lässt Wenzel nicht unwidersprochen. „Dann müssen die Gesetze eben geändert werden!“

„Wir wollen keine Ausbaubreite von sechs Metern und auf jeder Seite noch 1,50 Meter breite Bankette wie es schon einmal erklärt wurde, als es um eine Entlastungsstrecke für die B 110 gegangen ist,“ sagt der Stolper Eckhard Schulz. „Und auch eine Allee, die es hier noch nie gegeben hat, brauchen und wollen wir nicht!“ Landwirte und Grundstückseigentümer, mit denen er gesprochen habe, würden sich gegen diese Ausbaubreite von neun Metern verwehren und wollten die Inbesitznahme ihrer Flächen auch nicht unterschreiben.

Schulz hat seine Vorstellungen von einer verträglichen Lösung aufgemalt und hofft, bei den Entscheidungsträgern noch rechtzeitig Gehör zu finden: „Bei einer Gesamtbreite von 5,50 Meter könnte die Fahrbahn 3,50 Meter breit und beidseitig ein rot markierter Radweg von je einem Meter von Stolpe nach Dargen führen.“

„Wenn der grundhafte Ausbau ,unserer’ Kreisstraße tatsächlich noch fünf Jahre auf sich warten lassen sollte, was schlimm genug wäre, ist eine wirklich haltbare Anböschung der Randstreifen im Interesse der Verkehrssicherheit dringend geboten“, unterstreichen Schulz und Wenzel abschließend mit Nachdruck.

Ingrid Nadler

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