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Usedom Fünf-Euro-Münzen: Weg sind sie!
Vorpommern Usedom Fünf-Euro-Münzen: Weg sind sie!
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00:01 10.05.2017
Ein Renner: „Tropische Zone“, die neue Fünf-Euro-Münze. Mehr als eine Stunde warteten Interessenten vor Filialen, um sie zu ergattern. Quelle: Foto: Uli Deck/dpa
Greifswald/Wolgast

Die Fünf-

Euro-Münzen der Deutschen Bundesbank sind ein Renner. Mehr als eine Stunde warteten Interessenten vor Filialen, um eines der zwei Millionen Zahlungsmittel „Tropische Zone“ mit dem Polymerring zu ergattern. Mehr als eine Münze pro Interessent gab es nicht. Inzwischen sind sie vergriffen. Schon am ersten Tag wurden normale Fünf-Euro-Münzen für 32 Euro im Internetauktionshaus Ebay versteigert.

Beim Münzhändler MDM ist das begehrte Stück aktuell für 9,90 Euro plus Versandkosten zu haben. Andere wollen deutlich mehr.

Der Ludwigsburger Jürgen Zocher wittert Mauscheleien, Umverteilungen zugunsten der Münzhändler. „Letztes Jahr konnte ich drei Fünf-Euro-Münzen ,Blauer Planet’ bei der Sparkasse Vorpommern für mich und meine Söhne problemlos bestellen“, erzählt er. 2017 sei sein jüngerer Sohn brüsk abgewiesen worden. Auch der Vater bekam einen Korb. „Warum kann ich die Münzen nicht mehr vorbestellen?“, fragt er. „Es kann doch nicht so schwer sein, eine Liste anzulegen. Offenbar ist mit den Filialschließungen auch die Kundenfreundlichkeit reduziert worden.“ Das weist Kati Ambrosat, die Sprecherin des Geldinstitutes, zurück. „Wir können bei der Bundesbank unseren Bedarf an Münzen anmelden“, sagt sie. „Im Fall der Fünf-Euro-Münzen haben wir jedoch nur ein Drittel der bestellten Menge bekommen. Der Bedarf ist viel höher.“ Das hat Zocher auch aus anderen Städten und von anderen Geldinstituten gehört. „Da muss irgendeine Schweinerei dahinterstecken“, vermutet er. Vorpommern haben ohnehin schlechte Karten, wenn es um Münzen geht. In MV unterhält die Bundesbank nur Filialen in Rostock und Neubrandenburg. Viele Geldinstitute, in Greifswald zum Beispiel die Sparda-Bank und die Commerzbank, bieten ihren Kunden gar keine Münzen an. Die Volksbank Raiffeisenbank schon. „Wir haben deutlich weniger Münzen als 2016 bekommen“, sagt Sprecherin Manuela Wurm. „Weil wir nicht wissen, wieviele Münzen wir bekommen, ist es schwer, Bestellungen entgegenzunehmen“, so Wurm weiter. Darum würden die Münzen nach Reihenfolge der Anfrage vergeben. Etwas besser sei die Situation bei 10- und 20-Euro-Münzen. Das Interesse sei auch regional unterschiedlich. „In der Steinbeckerstraße in Greifswald gibt es nur noch 20-Euro-Münzen, in Anklam auch noch 10-Euro-Münzen.“

Die Bundesbank weist Vorwürfe zurück. „Wir haben 2017 die gleiche Zahl wie bei der Sondermünze ,Blauer Planet’ im Vorjahr herausgegeben“, stellt Ina Christ fest. „Auch der Verteilungsschlüssel ist der gleiche. Zwei Drittel bekommen Banken und Sparkassen, ein Drittel die Münzhändler. Der Bedarf ist viel höher.“ Er sei auch 2017 weiter gestiegen, so Christ. Neben der einfachen Fünf-Euro-

Münze „Stempelglanz“ wurden übrigens noch 300000 Stück in der Sammlerqualität Spiegelglanz geprägt – zum Preis von 15,99 Euro.

Münzsammler Wolgang Hempel aus Wolgast ist optimistisch, dieser Tage noch eine der begehrten Münzen zu bekommen. Er spekuliert auf bestellte, aber nicht abgeholte Exemplare bei der Sparkasse und hat außerdem beim staatlichen Münzversand eine Bestellung abgegeben.

Eckhard Oberdörfer

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