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Usedom Fünfköpfige Familie will in Bansiner Mühle einziehen
Vorpommern Usedom Fünfköpfige Familie will in Bansiner Mühle einziehen
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01:20 23.10.2017
Bansin

Hoffnung für ein historisches Bauwerk: Die Holländerwindmühle in Bansin-Dorf, die 1898 gebaut und vor über acht Jahren bei einem Feuer fast vernichtet wurde, soll wieder aufgebaut werden. Die Heringsdorfer Gemeindevertreter haben in ihrer jüngsten Sitzung der Aufstellung eines Bebauungsplanes für die Fläche zugestimmt.

So sah die Mühle um 1960 aus. Quelle: Foto: Sammlung Fritz Spalink
Nach dem Brand blieb nicht viel übrig. Quelle: Foto: Archiv/ina

Die Mühle

Müller Rudolf Pari soll 1898 die alte Bockwindmühle abgerissen und auf dem Mühlenberg eine neue Holländerwindmühle gebaut haben. Bis 1955 wurde die Windmühle noch betrieben. Danach folgten Nutzungen als Betriebsferienheim und Ferienwohnung. Nach der Wende war ein Kneippzentrum geplant. Der Plan scheiterte. Am 11. April 2009 brannte die Mühle ab.

Der Ahlbecker Konrad Ehlert will nahe der Kreuzung in Richtung Sellin und Neu Sallenthin die Reste des jetzigen Gebäudebestandes erhalten, sanieren und das Mühlengebäude neu errichten. „Ich will hier mit meiner Frau und den drei Kindern einziehen“, sagt der 34-Jährige, der die Mühle möglichst originalgetreu wieder errichten will. Weiterhin plant er entlang der Kreisstraße in Richtung Neu Sallenthin am Radweg eine Ausstellungsfläche mit restaurierten Originalteilen der Bansiner Mühle und Tafeln mit ortsgeschichtlichen Informationen. „Wir wollen alte Wellen, den Drehkranz, Räder und Mühlensteine zeigen, die wir nach dem Brand gerettet und beiseite gelegt haben“, sagt Ehlert und erinnert an Ostern 2009. Damals versank die Mühle im Flammenmeer: Mitte April wurde die alte, ungenutzte Holländerwindmühle bei dem Feuer fast vollständig zerstört. Der Schaden belief sich auf mehrere 100 000 Euro. In der Gemeinde wurde damals offen von Brandstiftung gesprochen. „Von dem Brand hatte ich gehört“, sagt Ehlert, der elf Jahre in Rostock lebte und nun wieder nach Usedom zurückgekommen ist. Er ist gebürtiger Bansiner, seine Frau Heringsdorferin.

Vor gut einem Jahr habe er das Grundstück erworben und einen Bauantrag für die Rekonstruktion als Wohngebäude gestellt. Allerdings gab es Gegenwind – im Rahmen des Bauantragsverfahrens teilte der Landkreis dem Antragsteller mit, dass das Vorhaben nicht genehmigungsfähig wäre. Begründet wurde das Veto mit der Lage im Außenbereich sowie „Beeinträchtigungen öffentlicher Belange“ – als Beispiele wurden Eingriff in Natur und Landschaft, das Landschaftsschutzgebiet und der Waldabstand benannt.

Deshalb sollen die Zweifel des Landkreises nun im Rahmen eines Bebauungsplanes ausgeräumt werden. Der macht auch die Änderung des Flächennutzungsplanes der Gemeinde Heringsdorf notwendig. Überplant werden soll eine Fläche von rund 6000 Quadratmetern. „Das Areal wird ausgewiesen als Wohnbau- und Grünfläche“, sagt Heringsdorfs Bürgermeister Lars Petersen.

Im Zuge einer geplanten Waldumwandlung meldete Gemeindevertreter Joachim Schultz (BI) Bedenken an. „Ich finde es gut, dass die ehemalige Mühle so wieder aufgewertet wird. Hier geht es aber um ein beachtliches Grundstück, das wir da betrachten. Warum muss denn die gesamte Fläche umgewandelt werden? Ich habe Angst um den Wald“, so Schultz. Bei der Ausweisung der Wohnbaufläche gehe es aber laut Petersen nur um das Mühlengebäude.

In das Konrad Ehlert und seine Familie möglichst bald einziehen wollen. „Ein Traum wäre es schon, wenn wir das 2018 hinbekommen“, sagt Ehlert, der als Servicetechniker für Baumaschinen angestellt ist. Und beim Wiederaufbau auch einen Schauflügel an der Mühle plant – „sonst sieht es ja aus wie ein Leuchtturm“.

Henrik Nitzsche

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