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Usedom Für 35 Millionen: Rüganer planen Vier-Sterne-Hotel in Karlshagen
Vorpommern Usedom Für 35 Millionen: Rüganer planen Vier-Sterne-Hotel in Karlshagen
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00:11 02.03.2016
Freundlicher Empfang: Mitarbeiterin Sophia Schütz (17) vor dem „Rugard“ in Binz, das als Vorlage für Karlshagen gelten soll.
Neues Luxushotel für den Insel-Norden geplant: Das Unternehmen „Private Palace Hotel & Resorts“ mit Verwaltungssitz in Malta und operativem „Herz“ auf Rügen will in Karlshagen ein Hotel mit 200 Betten bauen. Es wäre die größte Residenz im Ostseebad. Gino Leonhard, Entwicklungs-Manager bei „Private Palace“, bestätigt: „Der Standort würde gut zu uns passen.“ Das Unternehmen von Inhaber Dr. Michael Hutter ist derzeit auf Expansionskurs, sondiert in Mecklenburg-Vorpommern, aber auch weltweit Standorte.

Zentrale in Malta

550 Mitarbeiter hat die Private Palace Hotel & Resorts von Inhaber Dr. Michael Hutter. Die Firmenzentrale ist inzwischen Malta, das Unternehmen wurde von Rügen aus gestartet. In Binz hat es allein drei Nobel-Häuser an der Promenade. „Private Palace“ verfügt über insgesamt fünf Hotels, eine Apartmentresidenz und sucht neue Standorte.

Entstehen soll der Komplex in Karlshagen auf dem Grundstück an der Strandstraße/Ecke Dünenstraße (siehe Karte) — dem letzten großen, lukrativen Baugrundstück im Seebad-Zentrum, verdeutlicht Bürgermeister Christian Höhn (WIK), der samt Verwaltungsspitze mit dem Unternehmen verhandelt.

Die Hotelgesellschaft betreibt derzeit fünf Hotels, ein Apartmenthaus und mehrere Restaurants (siehe Kasten). Im noblen Binz auf Rügen sind es allein drei Häuser direkt an der Promenade — darunter auch das Fünf-Sterne-Haus „Strandhotel Rugard“.„So ähnlich soll das Projekt bei uns aussehen“, sagt Höhn, der sich eine Bebauung wünscht, „die sich in die Umgebung einpasst“. Vier bis fünf Etagen mit einem Dachgarten — so stellt sich der Bürgermeister das Hotel vor. Leonhard bestätigt: „Das Rugard in Binz ist das Vorbild für unsere Pläne.“ Hutter plane eine Investition von bis zu 35 Millionen Euro. Zudem vorgesehen: Ein großzügiger Spa- und Wellnessbereich. „Und wir haben mit der Gemeinde bereits besprochen, dass wir bereit sind, ein öffentliches Schwimmbad zu integrieren, das dann eine Bereicherung für die ganze Region wäre“, betont der Private-Palace-Manager.

Doch trotz der schönen Pläne passt noch nicht alles zwischen potenziellem Investor und Seebad. Noch fehle der Gemeinde ein Gestaltungsentwurf, wie Kerstin Teske, Verwaltungschefin des Nordamtes, sagt. „Zeichnungen reichen uns nicht aus“, fügt sie hinzu. Der Notarvertrag liege derzeit bei „Private Palace“. „Wir haben aber noch kein Signal bekommen“, moniert Bürgermeister Höhn.

Was auch daran liegt, dass der Kaufpreis für das Grundstück inzwischen gestiegen ist. Denn die gut 8000 Quadratmeter große Fläche nahe der Promenade kostet nun 190 Euro je Quadratmeter. Der Preis richte sich nach der neuen Bodenrichtwertkarte von 2015, sagt Verwaltungschefin Teske. Vorher lag der Grundstückspreis noch bei 130 Euro. „Für die Gemeinde ist das bei einem Grundstücksverkauf knapp eine halbe Million Euro mehr“, sagt Kerstin Teske, die von zwei weiteren Interessenten berichtet, die sich eine Bebauung auf dem Grundstück vorstellen könnten.

Private Palace ist darüber nicht glücklich, gibt Gino Leonhard zu: „Ein erster Kaufvertragsentwurf von unserer Seite liegt vor, der mit der Gemeinde noch zu verhandeln sein wird.“ Es irritierte ihn, dass der Kaufpreis nun um fast 50 Prozent gestiegen ist. „Ob wir zu diesen Konditionen unser Angebot aufrecht halten, prüfen wir intern, allerdings werden wir uns nicht an Spekulationen beteiligen, wer bietet hier am meisten“, sagt Leonhard. Und: „Es gibt diverse Angebote an Private Palace Hotels & Resorts. Verschiedene andere Gemeinden reißen sich um seriöse und erfolgreiche Hotelmanagementgesellschaften.“

Trotz des Geplänkels ist die Hutter-Gruppe weiter an Usedom interessiert — und könnte das Projekt bei Zustimmung innerhalb eines Jahres realisieren. In Kürze soll es weitere Gespräche zwischen Gemeinde und Investor geben.

Um die Fläche, die als letztes Filetstück in Karlshagen gilt, wird seit Jahren gerungen. Bereits 2009 gab es konkrete Pläne für eine Bebauung. Damals wollte die Firma Triller Bau auf dem Areal das Hotelprojekt „Parkresidenz“ umsetzen — mit Konferenzhotel, Designhotel, Geschäften und einem Ärztezentrum.

Von den neuen Hotelplänen in Karlshagen hört die Chefin des Tourismusverbandes der Insel Usedom, Beate-Carola Johannsen, zum ersten Mal von der OZ. „In unserer Stellungnahme werden wir das unter dem Aspekt der Bettenkapazität betrachten. Man muss schauen, dass der Wettbewerb auf der Insel noch gesund bleibt“, sagt sie.



Henrik Nitzsche und Alexander Loew

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