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Für die Löschzwerge im Einsatz

Zinnowitz Für die Löschzwerge im Einsatz

Peggy Wirsing kann sich ein Leben ohne Engagement für die Feuerwehr gar nicht vorstellen

Zinnowitz. Nichts mit der Feuerwehr zu tun zu haben — für Peggy Wirsing ein Ding der Unmöglichkeit. Omas und Opas, Eltern und Geschwister, sie alle hatten sich dem ehrenamtlichen Brandschutz verschrieben, und so konnte es schon für das Mädchen im zarten Alter von acht Jahren keinen Weg daran vorbei geben. Begonnen hat sie in der Zinnowitzer Arbeitsgemeinschaft Junge Brandschutzhelfer, und dass sie sich fünf Jahre später aus gesundheitlichen Gründen davon verabschieden musste, das war für Peggy gewiss ein Schock. Doch am 1. Mai 1996 fühlte sie sich wieder so fit, dass sie um Aufnahme in die Freiwillige Feuerwehr ihres Heimatortes Zinnowitz bitten konnte. Sie absolvierte danach „das volle Programm“, wie sie es nennt, ließ keine der für einen Angehörigen der Einsatzabteilung normale Ausbildungsstufe aus. Diese solide fachliche Grundlage ist übrigens heute beste Voraussetzung dafür, dass sie, die in dieser Woche 39 Jahre alt wird, die Funktion als Leiterin der Geschäftsstelle Gützkow des Feuerwehrverbandes Vorpommern-Greifswald ausfüllen kann.

Schon als Mitglied der Arbeitsgemeinschaft wurde die Basis für ihr besonderes Interesse am Feuerwehrnachwuchs gelegt: „Ich habe damals die große Zuwendung erfahrener Kameradinnen und Kameraden gespürt, und als ich selbst im aktiven Dienst Fuß gefasst hatte, wollte ich in der Jugendfeuerwehr etwas davon zurückgeben“, lässt sie einen Blick zu auf ihre Motivation. Nach Ausbildung an der Landes-Feuerwehrschule und mit Unterstützung durch Bernhard Stübe und Kai Bubolz übernahm sie 1996 die Aufgabe als Jugendwart in der Zinnowitzer Wehr. Gerade mal neun Mädchen und Jungen war damals die Gruppe ihrer Schützlinge stark, doch bald waren es bis zu 30 Kinder und Jugendliche, die zu den Ausbildungsnachmittagen kamen. „Nebenbei“ fand sie auch noch für eine Wahlperiode die Kraft, als Kreis-Jugendwart im damaligen Ostvorpommern Spuren zu hinterlassen.

Nach 20 Jahren musste Peggy Wirsing die Leitung der Zinnowitzer Jugendwehr abgeben. „Ich bin alleinerziehend, mein Kind kommt zur Schule, die Aufgaben im Kreisverband nehmen mich auch stark in Anspruch“, begründet sie diesen Schritt. Der ist ihr gewiss erleichtert worden dadurch, dass mit ihrer Nachfolgerin Jana Krause-Luczak, mit deren Stellvertretern René Möring und Robert Manthey sowie mit Helferin Laura Krause ein Team ihre Arbeit weiterführt, mit dem sie über Jahre verbunden ist. Für die neue Jugendwehr-Chefin gibt es deshalb auch „überhaupt keinen Grund, jetzt etwas völlig Neues zu machen. Natürlich kann ich meine eigenen Erfahrungen als Erzieherin auch in diese Tätigkeit einbringen, aber das war auch vorher in der Zeit unserer gemeinsamen Arbeit möglich.“ Für den Zinnowitzer Wehrführer Daniel Stübe sind die etwa 15 jungen Leute, die nach ihrer Zeit in der Jugendwehr in den aktiven Dienst gewechselt sind, ein Zeichen dafür, dass „Peggy so viel mit den Kindern und Jugendlichen unternommen hat und sie sie wesentlich mitgeformt hat, dass das kaum zu toppen ist.“

Peggy Wirsing hat die Leitung der Zinnowitzer Jugendfeuerwehr in andere Hände gelegt, aber für ein anderes ihrer „Kinder“ engagiert sie sich weiter unmittelbar: Sie kümmert sich um die 2012 von ihr ins Leben gerufene Gruppe der „Löschzwerge“, eine von nur sechs Kinder-Feuerwehren in MV. „Damals waren es fast nur Kinder von Feuerwehr-Kameraden“, erzählt sie, „heute sind unter den maximal zwölf Mädchen und Jungen zwischen drei und neun Jahren auch andere.“ Mit ihnen stehe die Brandschutzerziehung ganz im Vordergrund, „dabei ist es immer wieder erstaunlich was diese Kinder an Wissen in sich aufnehmen, wie neugierig sie sind“.

Von Dieter Butenschön

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