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Gasförderung auf Usedom: Standort soll Korswandt sein

Heringsdorf/Korswandt Gasförderung auf Usedom: Standort soll Korswandt sein

Unternehmen startet Verfahren / Abbau-Zeitraum von 25 Jahren geplant

Heringsdorf/Korswandt. Das Energieunternehmen Engie E&P Deutschland, das vor Usedom Erdgas fördern will, hat das behördliche Verfahren dafür gestartet. Im ersten Schritt wurde gestern die landesplanerische Anfrage für das Raumordnungsverfahren eingereicht. „Wir haben dazu über viele Monate ein neues Konzept erarbeitet“, informierte Engie-Geschäftsführer Dominique Bayen. Es nehme größtmögliche Rücksicht auf die Belange des Natur- und Umweltschutzes sowie des Tourismus und des Lebens der Einwohner.

Gas in der Ostsee

Das Unternehmen Engie E&P rechnet mit dem Beginn des Erdgasabbaus im Jahr 2022. Das Vorkommen, das zu 90 Prozent vor der Küste Usedoms liegt, reiche für 25 Jahre Förderung.

Unter vier möglichen Standorten für die Förderung und Verarbeitung des vor der Küste in etwa 2600 Metern Tiefe unter der Ostsee lagernden Gases hat sich jetzt Korswandt als Favorit herausgestellt.

In einer nordwestlichen Entfernung von rund 1000 Metern zum Ortsrand, im Bereich Hasenberg, soll die Anlage errichtet werden. Nach Unternehmensangaben werden Lärm- und Geruchsbelästigungen ausgeschlossen, es werde auch keine Hochfackel geben. Und der Bohrturm werde nach rund einem Jahr wieder abgebaut. Bei der Erschließung werde kein Fracking angewandt. Das Gas soll in eine bereits vorhandene Pipeline eingespeist werden.

Das Unternehmen geht davon aus, dass rund elf Milliarden Kubikmeter Gas zu fördern sind. Daher plant Engie einen Abbauzeitraum von zweieinhalb Jahrzehnten. Projektleiterin Heike Liebold versichert, dass „die Gasförderung mit modernster Technik erfolgen und keine Gefahr für Mensch und Natur“ darstellen soll. Wenn das erste Verfahren die prinzipielle Raumverträglichkeit bestätigt haben sollte, schließt sich das bergrechtliche Genehmigungsverfahren für die konkrete Anlage an.

In Korswandt wie auf ganz Usedom macht sich hingegen energischer Widerstand breit. In einer Initiative arbeiten der Tourismus- und der Hotelverband sowie der BUND und die Gemeinden Heringsdorf sowie Korswandt mit. Sie kooperieren mit der Bürgerinitiative „Lebensraum Vorpommern“. Usedom brauche Investitionen in die Verkehrs-Infrastruktur, aber keine Industrieanlage zur Verarbeitung von Erdgas.

Das werde vor allem den Vermietern und dem Insel-Image als Tourismusdestination schaden, so BI-Chefin Christa Labouvie. Wolfram Wirth, der in Heringsdorf einer zeitweiligen Arbeitsgruppe „Erdgas“

vorsteht, hält das Gesamtvorhaben unter Aspekten der Wirtschaftlichkeit und Energiebilanz für ausgesprochen zweifelhaft. Lokales

Steffen Adler

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